Grüne Wien fordern Sozial- und Bildungspolitik statt Ausländerhetze

Jerusalem verlangt Ende der Diskussion über "30 Prozent Ausländer pro Klasse"

Wien (OTS) - Den "zwanghafte Aussonderungsphantasien" von Seiten einiger PolitikerInnen von ÖVP, FPÖ und BZÖ müsse wesentlich entschiedener entgegengetreten werden als das bisher der Fall war, fordert die Schulsprecherin der Grünen Wien, Susanne Jerusalem. Dahinter stünden klare Schuldzuweisungen, die immer deutlicher ein Sündenbockmuster aufwiesen. Es sei erstaunlich mit welcher Schamlosigkeit der Stehsatz "Schuld sind die Ausländer" auch Leuten über die Lippen komme, die sich selbst zu den gebildeten Menschen zählten, echt unappetitlich sei die Tatsache, dass sie damit kaum noch auf Widerstand stießen.

Jerusalem fordert von Landeshauptmann Dr. Michael Häupl klare Worte und für Wiens Kindergärten und Schulen ein Bildungskonzept des interkulturellen und sozialen Lernens. Selbstverständlich sei es für Kinder mit Migrationshintergrund wichtig perfekt Deutsch zu können, darüber hinaus ginge es aber um weit mehr, nämlich um das gemeinsame Lernen und den kulturellen Austausch. In einer Kultur der Schuldzuweisungen und Hierarchien entstünden nur wenige Freundschaften zwischen Kindern unterschiedlicher Herkunft, stellt die Gemeinderätin fest.

Sie verlangt ein Ende der Diskussion über "30 Prozent Ausländer pro Klasse", denn damit würden die Erwachsenen den Kindern ein zutiefst unerwünschtes Verhalten vorleben. Es nütze nämlich nichts, Aussonderung und Abschottung vorzuleben und dann zu den Kindern "seid lieb zu einander" zu sagen, das gehe schief, so Jerusalem.

Sie fordert eine Sozialpolitik und eine Bildungspolitik, welche die Menschen unterschiedlicher Herkunft nicht auseinanderdividiere sondern zusammenbringe, "Schluss mit der Ausländerhetze, das ist unerträglich".

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