Außenpolitischer Ausschuss: Bösch gegen neue Atomkraftwerke in der Schweiz

Plassnik muss sich für österreichische Interessen einsetzen

Wien (OTS) - Der freiheitliche Europasprecher NAbg. Dr. Reinhard
E. Bösch sprach sich gestern im Rahmen des Außenpolitischen Ausschusses im Nationalrat strikt gegen den Bau neuer Atomkraftwerke im Nachbarland Schweiz aus.

Die Schweizer Atom-Pläne sähen vor, in nächster Zeit drohende Energielücken durch den Bau neuer Kernkraftwerke zu schließen. In diesem Zusammenhang forderte Bösch die Außenministerin auf, im Rahmen internationaler Abkommen möglichst schnell auf eine grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung und auf die Klärung der Frage der Endlagerung zu pochen. "Grundsätzlich muss die österreichische Position, Atomkraft nicht als akzeptable Form der Energiegewinnung zu betrachten, aufrecht erhalten bleiben."

Derzeit würden in der Schweiz fünf Kernkraftwerke betrieben. Das älteste (Beznau I) sei bereits vor knapp vierzig Jahren ans Netz gegangen und liege gerade einmal 150 Kilometer von der Grenze zu Vorarlberg entfernt. Bösch erinnerte auch an das Kernkraftwerk Rüthi, welches in den 70er Jahren geplant und dank massivster Proteste aus Vorarlberg, gemeinsam mit schweizerischen Atomgegnern, nie gebaut wurde. "Die Katastrophe von Tschernobyl und die ständigen Probleme in Temelin sollten uns Warnung genug sein. Österreich muss auch weiterhin für Atomfreiheit stehen und auch in der EU dahingehende Überzeugungsarbeit leisten", so Bösch abschließend.

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