Rotes Kreuz begrüßt Moratorium der Bundesregierung, auf Streumunition zu verzichten

Nach dem Erfolg der Oslo Konferenz für ein Verbot von Streumunition setzt sich das Österreichische Rote Kreuz für ein international verbindliches Verbot der Waffen ein

Wien (Rotes Kreuz) - Im Rahmen der internationalen Konferenz in
Oslo hat die Österreichische Bundesregierung ein Moratorium verlautbart, wonach das österreichische Bundesheer bis zur Schaffung einer entsprechenden völkerrechtlichen Regelung auf den Einsatz von Streubomben und Streumunition verzichtet.

Das Österreichische Rote Kreuz hat sich sehr für ein Moratorium eingesetzt. Rotkreuz-Präsident Fredy Mayer, der im Vorfeld der Konferenz ein entsprechendes Schreiben an Bundesministerin Dr. Ursula Plassnik gerichtet hat, ist mit dem Ergebnis zufrieden: "Wir begrüßen diesen Schritt der österreichischen Bundesregierung und hoffen, dass es bald zu einem internationalen Verbot dieser grausamen Waffen kommt."

Dieses Engagement setzt die lange Tradition des Roten Kreuzes im Bereich des humanitären Völkerrechtes fort. Das humanitäre Völkerrecht verbietet Waffen, die unterschiedslos Soldaten und Zivilisten treffen. Die jüngsten Geschehnisse im Libanon haben die dramatischen Auswirkungen und hohen Opferzahlen von Streubomben und Streumunition gezeigt. Betroffen sind zumeist Zivilisten, allem voran Kinder, die beim Spielen, beim Wasserholen oder auf dem Schulweg getötet oder schwer verletzt werden.

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