Allianz kürt Lebensversicherung zum Wachstumstreiber

Wien (OTS) - Die Allianz hat für 2006 auf Wachstum gesetzt und vor allem im Zukunftsmarkt Vorsorge und Lebensversicherung deutlich zugelegt. Zusammen mit dem fulminanten Anlageergebnis bringt das eine gute Ausgangsposition für das laufende Jahr.

Die Allianz Gruppe in Österreich hat im Jahr 2006 speziell den Vorsorgemarkt ins Visier genommen. "Wir wollen solide wachsen und haben unseren Weg gefunden", sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfram Littich am Donnerstag vor Journalisten. Treibende Kraft war vor allem die Nachfrage der Kunden im Bereich Lebensversicherung. Dort hat die Allianz das Prämienvolumen samt Sparanteilen um 10,8 Prozent auf 383,2 Millionen Euro gesteigert und hebt sich damit deutlich vom Markt ab, der in Österreich weniger als ein Prozent gewachsen ist.

Wachstumsmotor Lebensversicherung

Das Einmalerlagsgeschäft hat dabei um mehr als ein Viertel zugenommen, fondsgebundene Lebensversicherungen um fast ein Drittel und die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge sogar fast um die Hälfte. In Summe hat die Allianz dadurch um rund 40.000 Lebensrisken mehr versichert als noch vor einem Jahr und ihren Marktanteil in Leben um zwölf Prozent auf 5,8 Prozent gesteigert.

Insgesamt sind die Prämieneinnahmen um 2,0 Prozent auf über 1,3 Milliarden Euro gestiegen. Die Krankenversicherung hat dazu mit einem Plus von 5,5 Prozent auf 37,0 Millionen Euro beigetragen, und in Schaden-Unfall gab es im weicher werdenden Markt den erwarteten leichten Abrieb von 1,6 Prozent auf 889,4 Millionen Euro. "Wir haben uns solides Wachstum auf unsere Fahnen geschrieben, und damit steht die Prämienentwicklung im Jahr 2006 durchaus im Einklang", erklärt Littich.

Schadenentwicklung im Griff

Denn trotz der höchsten Zahlungen für Schneedruckschäden in ihrer Geschichte hat die Allianz das Jahr 2006 gut verdaut. "Wir haben brutto 37 Millionen Euro an unsere Kunden für Schneedruckschäden ausbezahlt, das unterstreicht die Wichtigkeit eines zuverlässigen Versicherungspartners", erklärte Littich. Insgesamt haben die Leistungen an Kunden um 6,7 Prozent auf 903,6 Millionen Euro zugenommen. Wie angekündigt hat dadurch das versicherungstechnische Ergebnis 42,2 (2005: 61,2) Millionen Euro betragen, und die Combined Ratio 98,3 (2005: 96,6) Prozent. Diese angesichts der überdurchschnittlich hohen Leistungssumme durchaus noch stabile Entwicklung wurde möglich durch die sorgfältige Risikoauswahl und eine Rückversicherungslösung, die den Gesamtaufwand für Schäden aus Naturgefahren im Gesamtjahr begrenzte.

Zum zweiten Mal in Folge fuhr die Allianz Gruppe Österreich bei der Veranlagung ein hervorragendes Ergebnis ein und steigerte 2006 ihre Kapitalanlagen um 7,2 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro: nicht zuletzt dank ihrer traditionell hohen Aktienquote von derzeit 18 Prozent - und noch zusätzlich verstärkt durch den erfolgreichen Verkauf ihres Immobilienbesitzes. "Ich bin ein überzeugter Anhänger von Dynamisierung in der Veranlagung", so Littich.

Starker Partner der Kunden

Ein deutlich positives versicherungstechnisches Ergebnis plus ein erwartungsgemäß starkes finanztechnisches Ergebnis von 286,2 Millionen Euro haben unterm Strich dazu geführt, dass das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) auf 333,2 Millionen Euro sowie der Jahresgewinn auf 251,5 Millionen Euro fast verdoppelt wurden. "Wir haben 2006 wirklich gut verdient und unsere Company gestärkt - davon haben alle etwas: unser Aktionär, unsere Mitarbeiter, und vor allem unsere Kunden", erklärte der Allianz Chef.

Zusätzlich zur langfristigen Absicherung profitieren die Kunden der Allianz Gruppe in Österreich auch jetzt schon. Denn neben der Top-Gesamtverzinsung in der Lebensversicherung von 4,5 Prozent wurden in der Krankenversicherung Rückvergütungen in Höhe von zwei Millionen Euro ausgezahlt. Und freuen dürfen sich weiters Tausende Stammkunden mit einem Bonuskonto der Allianz, die insgesamt 2,5 Millionen Euro Prämienrückvergütung erhalten.

Österreich als Vorbild

Auch als Ausgleich für die seit dem Jahr 2000 schmale oder überhaupt entfallene Dividende werden für das Vorjahr 170 Millionen Euro ausgeschüttet. Die dadurch konzernseitig seit der Jahrtausendwende in Österreich finanzierten Investitionen in die Zukunft tragen aber noch mehr Früchte: Denn das in Österreich entwickelte Kundenservice wird international zum Exportschlager in der Allianz. "Der Allianz Konzern wird nach österreichischem Vorbild umgebaut!", sagte Littich. Und nicht nur auf diese Weise geht die österreichische Allianz gestärkt ins Jahr 2007: Selbst nach Dividendenausschüttung werden die Eigenmittel um 72,1 Millionen Euro erhöht.

Ausblick

Das Jahr 2007 hat für die Allianz stürmisch begonnen: Für die Schäden durch die Orkane Kyrill und Olli zahlte die Allianz an ihre Kunden bislang mehr als 25 Millionen Euro an Leistungen aus - gut abgesichert über Rückversicherungen.

Hauptstoßrichtung der Allianz für das laufende Jahr 2007 ist, von ihren insgesamt mehr als 1,1 Millionen Kunden in Österreich durch attraktive Angebote noch mehr als Stammkunden zu gewinnen. Also Kunden, die mehr als nur einen Risikokreis bei der Allianz versichert haben. Spitzenkonditionen bei der Veranlagung - wie etwa "Allianz Top Cash" für täglich fälliges Geld - sollen für Dynamik sorgen. Bewegung herrscht daher auch im Vertrieb. Die Allianz stellt bis 2009 weitere 500 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein, in deren Ausbildung das Unternehmen pro Jahr rund 20 Millionen Euro investiert.

Im Bereich Leben strebt die Allianz für das laufende Jahr 2007 ein Wachstum von acht Prozent an, versicherungstechnisches Ergebnis sowie Combined Ratio werden sich aus jetziger Sicht leicht verbessern.

Forderungen an die Regierung

Vorsorge liegt der Allianz am Herzen, und der Bedarf der Kunden wird sich in Österreich in den nächsten Jahren vervielfachen. Gesetzliche Rahmenbedingungen sollen dabei die notwendige Bedarfsdeckung fördern und nicht behindern. Daher verlangt die Allianz von der neuen Regierung zwei konkrete Maßnahmen.

"Wir fordern eine Erweiterung der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge sowie das Recht des Arbeitnehmers, Arbeitslohn in Vorsorgelohn umzuwandeln", erklärt Allianz Vorstandsmitglied Manfred Baumgartl. Bei der Zukunftsvorsorge sollte die Möglichkeit geschaffen werden, mit dem Heranrücken an den Pensionsantritt - z. B. ab dem 50. Lebensjahr -, das Veranlagungsrisiko zu reduzieren und das angesparte Kapital in eine Pensionszusatzversicherung mit Garantieverzinsung und Höchststandsgarantie zu übertragen.

Und in der Betrieblichen Altersvorsorge soll für Arbeitnehmer das Recht auf Bezugsumwandlung gesetzlich verankert werden, so wie das in anderen EU-Ländern bereits allgemein üblich ist. Aktuell können nur bescheidene 300 Euro pro Mitarbeiter und Jahr im Rahmen der Zukunftssicherung nach Paragraph 3/1/15 EStG umgewandelt werden. "Das ist so längst nicht mehr zeitgemäß. Stattdessen sollen alle Arbeitnehmer einfordern können, dass bis zu zehn Prozent des Bruttogehalts in eine Pensionskasse oder Betriebliche Kollektivversicherung eingezahlt werden", fordert Baumgartl. Für den Unternehmer ist eine solche Lösung aufkommensneutral, der Arbeitnehmer zahlt jedoch nur 2,5 Prozent Versicherungssteuer und spart sich beim Kapitalaufbau die Einkommensteuer.

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