Grossmann erfreut über Pläne Bergers betreffend Jugendgerichtsbarkeit

Mehr Mittel für Familiengerichtsbarkeit

Wien (SK) - Erfreut zeigte sich SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Elisabeth Grossmann über das Vorhaben von Justizministerin Maria Berger, die Jugendgerichtsbarkeit in Österreich wieder zu beleben. Die Jugendgerichtsbarkeit in Österreich galt vor dem schwarz-blauen Kahlschlag als vorbildlich und genoss international höchstes ansehen. Straffällig gewordene Jugendliche bedürfen besonderer Aufmerksamkeit und Sensibilität um sie wieder als gesetzestreue BürgerInnen in die Gesellschaft zu integrieren. Sehr oft seien diese Jugendlichen nicht nur Täter, sondern vielmehr Opfer einer Gesellschaft, die sie ausgrenzt und ihnen Chancen vorenthält. Gefängnisse wären nur bedingt geeignet, Menschen zu bessern. "Die Pläne von Justizministerin Maria Berger, die Häftlingszahlen zu reduzieren sind deshalb sehr zu begrüßen. Allfällig frei werdende Mittel sind im Bereich der Bewährungshilfe und begleitender Maßnahmen besser eingesetzt", so Grossmann. ****

Darüber hinaus sei zu hoffen, dass dringend benötigte Ressourcen in der Gerichtsbarkeit bald zur Verfügung stehen. Österreich wird bekanntermaßen regelmäßig wegen überlanger Verfahrensdauer vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte kritisiert. Besonders in der Familiengerichtsbarkeit habe es dramatische Folgen, wenn Kinder und Frauen jahrelang um ihren Unterhalt streiten müssen und sich Obsorgeentscheidungen endlos hinziehen. Aus diesem Grund müsse es mehr Mittel für die Familiengerichtsbarkeit geben, forderte Grossmann abschließend. (Schluss) sl/mp

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