Hofer: Temelin auch durch Informationsabkommen Gefahr für Österreich

FPÖ fordert Beendigung der Unterstützung von Atomenergie durch Euratom

Wien (OTS) - Die FPÖ erneuert und verstärkt ihre Forderungen im Sinne einer tatsächlichen Anti-Atompolitik für Österreich. Anlässlich der Ergebnisse der Gespräche von Bundeskanzler Gusenbauer mit dem tschechischen Ministerpräsident Topolanek zum AKW Temelin bringt der freiheitliche Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer zum Ausdruck, dass ein Ausstieg aus dem Euratom-Vertrag unbedingt erforderlich wäre.

Durch Gusenbauers Pläne einer gemeinsamen parlamentarischen Kommission und eines Informationsabkommens mit Tschechien würden die möglichen Gefahren durch das AKW weder aus der Welt geschafft noch eingedämmt. Die Katastrophe von Tschernobyl würde erst rund zwanzig Jahre zurückliegen, und noch immer würden Millionen Menschen unter den Folgewirkungen leiden. "Aber in der EU unternimmt man nicht das Geringste, um ein Ausstiegsszenario aus der Nuklearkraft zu entwerfen. Stattdessen erhöht man die Mittel für Euratom", verdeutlicht Hofer die FPÖ-Forderungen.

Im neuen Regierungsprogramm finde sich zwar ein Bekenntnis zu einer "aktiven Anti-Atompolitik" Österreichs, konkrete Pläne dazu würde man aber vergebens suchen. Die FPÖ fordere den sofortigen Ausstieg aus dem Euratom-Vertrag und die Verwendung der dadurch freiwerdenden Mittel zur Förderung der Forschung und Entwicklung in Österreich, damit die Weichen endlich in Richtung Energieautonomie gestellt werden könnten. Mit Euratom werde nicht die Sicherheit bestehender Kraftwerke erhöht, sondern in eine ökonomische Vormachtstellung von Atomenergie investiert, betonte Hofer.

"Bereits 1978 haben sich die Österreicher im Rahmen einer Volksabstimmung gegen die Nutzung von Kernkraft ausgesprochen. Österreich fördert aber nach wie vor deren Nutzung, denn jährlich fließen beträchtliche Summen österreichischer Steuergelder an Euratom", so Hofer.

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