Gahr/Niederwieser: Südtirol-Unterausschuss wird gegründet

Konstituierung des Ausschusses soll bereits nächste Woche erfolgen

Wien (ÖVP-PK) - Erfreut zeigten sich heute, Mittwoch, die Südtirol-Sprecher von SPÖ und ÖVP, DDr. Erwin Niederwieser und Hermann Gahr, dass im heutigen Außenpolitischen Ausschuss beschlossen wird, einen eigenen Südtirol-Unterausschuss zu gründen: "Uns beiden war es ein Anliegen, dass auch nach dem Ausscheiden des in Südtirol geborenen früheren Parlamentspräsidenten Dr. Andreas Khol dieser wichtige Ausschuss seine Arbeit und Tätigkeit fortsetzt." ****

"Wir freuen uns auf die künftige Arbeit im Unterausschuss und gehen mit einigen konstruktiven Ideen und Vorschlägen die Arbeit an", so die beiden Tiroler Nationalratsabgeordneten. Die Konstituierung des Ausschusses soll bereits nächste Woche erfolgen. Die beiden Südtirol-Sprecher betonen außerdem das außerordentlich positive Koalitionsklima in diesem Bereich.

"Österreich und Tirol waren immer bemüht, politische und ideologische Hürden zwischen Süd- und Ost- beziehungsweise Nordtirol abzubauen. Durch die Europäische Union wurden Grenzen in Europa, und damit auch die Grenze zu Südtirol, abgebaut und neue Chancen sowie Perspektiven für die Zukunft geschaffen", erklärte Gahr und hält fest, dass Österreich bisher immer und auch in Zukunft weiterhin die schützende Hand über Südtirol halten werde.

Niederwieser zeigte sich erfreut über das große Interesse, welches die Mitarbeit an diesem Ausschuss wieder bei Abgeordneten aus allen Bundesländern gefunden hat: "Südtirol ist Abgeordneten aus allen Bundesländern ein Anliegen!" Er begründet auch, warum es diesen Ausschuss wiederum gibt: "Das Autonomiepaket ist längst abgeschlossen, der von Bruno Kreisky bei der UNO vorgebrachte Streit zwischen Österreich und Italien beigelegt. Andererseits ist gerade diese Art der Autonomie und des Schutzes der österreichischen Volksgruppe in Südtirol immer wieder neuen Herausforderungen und Entwicklungen in Europa anzupassen, und da sieht sich das österreichische Parlament als Garant für eine gute Entwicklung der dynamischen Autonomie. Wenn ich daran denke, dass wir in den vergangenen Jahren von der Volksgruppenzählung über die italienische Verfassung und das Wahlrecht bis zu den Studientiteln alle möglichen Politikfelder bearbeitet haben, dann sehe vieles anders aus, hätte es das Interesse des österreichischen Nationalrates daran nicht gegeben!"

"Zukünftig werden wir uns als Südtirol-Sprecher der Parteien weiterhin bemühen, Tiroler Anliegen nördlich und südlich und insbesondere östlich des Brenners zu vertreten und politisch einzufordern", so die beiden Nationalräte abschließend.
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