Sozialistische Jugend fordert Entkriminalisierung von DrogenkonsumentInnen

SJÖ nimmt zum Jahresbericht der Suchtmittelkriminalität Stellung

Wien (OTS) - Torsten Engelage, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), fordert anlässlich des Anfang dieser Woche veröffentlichten Jahresberichtes zur Suchtmittelkriminalität eine Entkriminalisierung der DrogenkonsumentInnen. Für Engelage geht aus dem Bericht hervor, dass in Österreich nach dem Suchtmittelgesetz noch immer überwiegend KonsumentInnen angezeigt werden.

Für Engelage ist das konservative Modell einer drogenfreien Gesellschaft eine Illusion, die der Realität in keiner Weise gerecht wird: "Es ist wenig zielführend, in der Debatte um Sucht und Drogenkonsum die Substanz in den Mittelpunkt zu stellen. Denn die Auslöser von Sucht finden sich in der Struktur unserer Gesellschaft. Sozialer oder wirtschaftlicher Druck treibt viele Menschen in ein Suchtverhalten, egal ob substanzgebunden oder -ungebunden."

Engelage fordert ein Umdenken in der heimischen Drogenpolitik, weg von der Strafandrohung für Konsum hin zu Aufklärung und Betreuung. "Offensives Vorgehen gegen KonsumentInnen verdeckt das eigentliche Problem nur. Statt den Kopf in den Sand zu stecken, sollten wir die Wechselwirkung von Sucht und Gesellschaft verstärkt in den Mittelpunkt rücken."

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