LR Ackerl: "Integrationschancen im Kindergarten nutzen!"

Keine "Ausländerquoten" in der Schule - Pflichtkindergartenjahr, wie auch vom WIFO gefordert, garantiert höhere Bildungs- und Integrationschancen!

Linz (OTS) - Der Bundesvorsitzende der Kinderfreunde, Oberösterreichs Sozial-Landesrat Josef Ackerl, kritisiert heute die von Landeshauptmann Pühringer vorgeschlagene "Ausländerquote" an Schulen. "Natürlich kann niemand für sogenannte Ghettoschulen sein!" meint Ackerl. "Dafür aber in diskriminierender Weise SchülerInnen auszumustern und zur Manövriermasse zu erklären, die beliebig zur Quotenerfüllung zwischen Schulen hin- und hergeschoben werden können, ist kein menschlicher Lösungszugang!" Ein tatsächlich integrativer, die Zukunftschancen für alle Kinder erhöhender Lösungszugang ist ein verpflichtendes Kindergartenjahr - wie zuletzt auch vom WIFO gefordert.

Die von der Jugendwohlfahrt durchgeführten Sprachtests vor der Einschulung ergeben jedes Jahr, dass rund die Hälfte aller neuen Schülerinnen und Schüler Sprachauffälligkeiten aufweist. "Auch diese Schülerinnen und Schüler brauchen Förderungen, wir dürfen Kinder nicht aufgrund der Sprache ihrer Eltern diskriminieren!" meint Ackerl, Vielmehr müssten sprachliche Defizite noch früher erkannt und behoben werden. "Wer für mehr Bildung und bessere Integrationschancen für alle Kinder ist, kann sich dem Gedanken eines Pflichtkindergartenjahres nicht verschließen!" meint Ackerl. Eine Forderung, die das Kindergartenmodell der Kinderfreunde seit langem vorsieht. Darin ist erstens ein verpflichtendes Kindergartenjahr vor der Einschulung und der für die Eltern kostenneutrale Kindergartenbesuch ihres Kindes vorgesehen.

"Denn wir verstehen den Kindergarten als Bildungseinrichtung, die die Chancen der Kinder auf dem späteren Lebens- und Bildungsweg entscheidend verbessern soll!" so Ackerl. "Dieses Pflichtkindergartenjahr würde aber auch die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund entscheidend verbessern!"

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