Klement: Immer häufiger Schlachtviehtransporte statt Leerfahrten

Unkontrollierter Markt lässt Tierleid unentdeckt

Wien (OTS) - Durch die vermehrten ungeheuerlichen Fälle von Tierleid durch unnötige, lange Tiertransporte innerhalb Europas appelliert FPÖ-Tierschutzsprecher NAbg. DI Karlheinz Klement einmal mehr an die Verantwortlichen: "Es darf nicht geduldet werden, dass sich Frächter auf Kosten tausendfachen Tierleids ein Zubrot verdienen."

Im größten Rinderschlachtbetrieb Österreichs wären Anfang Februar 36 Wasserbüffel aus Rumänien geschlachtet worden. Die Tiere wären zuvor 1200 Kilometer und etwas über 12 Stunden unterwegs gewesen, ehe sie ihre Leben aushauchten. Der Schlachtbetriebbetrieb hätte feststellen wollen, ob sich der österreichischer Gaumen und Büffelfleischgeschmack vertragen, erläutert Klement. Von den, eine halbe Tonne schweren Büffeln könnten jeweils 150 Kilogramm Fleisch verwertet werden. Für den österreichischen Markt hätte sich das Büffelfleisch als ungeeignet erwiesen und wurde kurzerhand nach Frankreich exportiert. Laut Großfleischerei sollte das Experiment mit dieser einen Probelieferung auch schon wieder beendet sein.

"Ganz anders verhält es sich allerdings mit anders gearteten, seit der EU-Ostöffnung massiv gehäuften Tiertransporten. An der Tagesordnung sind Transportfahrten, bei denen die Frächter auf dem Rückweg aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten immer öfter auf lebende Fracht setzen, um den Verdienstentgang von Leerfahrten zu verhindern", zeigt der freiheitliche Tierschutzsprecher auf und verweist darauf, dass etwa im Baltikum immer mehr Rinder zu solchen Schlachtfahrten angeboten würden. Das würde beweisen, dass in Europa bereits ein Markt entstanden wäre, der häufig jenseits der Legitimität und außerhalb der Tierschutzgesetzgebung agieren würde. Dieser Markt würde nicht kontrolliert werden und dessen Aktivitäten würden nur selten, und dann durch Zufall aufgedeckt werden, so Klement.

"Auf nationaler wie europäischer Ebene ist für die Behörden dringender Handlungsbedarf geboten. Das verkommerzialisierte Tierleid verstößt nicht nur gegen das sittliche Grundrecht, sondern auch gegen zahlreiche Paragraphen geltender Gesetzgebung", schließt Klement.

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