Tschürtz bestürzt über Wiedervereinigungspläne Wolfgang Rauters mit dem BZÖ

"Stehe treu zur FPÖ und lehne Zusammenarbeit mit BZÖ ab" - Rauter bringt sich für Kölly-Lager und BZÖ-Freunde in Position

Wien (OTS) - Gestern Abend gab Ex-FP-Obmann Wolfgang Rauter via
ORF bekannt, sich am bevorstehenden Sonderparteitag der FPÖ-Burgenland der Kampfabstimmung gegen Landesparteiobmann Johann Tschürtz um die Parteispitze zu stellen. Tschürtz nahm das Antreten Rauters bei einer Pressekonferenz heute Vormittag in Eisenstadt zur Kenntnis, zeigt sich aber bestürzt über die Ankündigung Rauters, im Falle eines Obmannwechsels die FPÖ-Burgenland für Mitglieder des BZÖ öffnen zu wollen.

Tschürtz: "Grundsätzlich nehme ich die Ankündigung Wolfgang Rauters zu kandidieren zur Kenntnis. Es zeigt sich damit, dass ich mit der Einberufung dieses Parteitages die richtige Entscheidung getroffen habe. Die Delegierten werden der Führungsmannschaft rund um Norbert Hofer, Ilse Benkö und mich das Vertrauen bestätigen, dass sie ihr erst vor einem halben Jahr mit großer Mehrheit ausgesprochen haben."

"Eines muss ich aber in Richtung Wolfgang Rauter klarstellen: Mit mir im Führungsteam wird es keine wie auch immer geartete Annäherung an das BZÖ geben. Ich bin erschüttert, dass er gestern gesagt hat, er wolle Personen, die für das BZÖ tätig waren oder für das BZÖ kandidiert haben, in die FPÖ zurückholen. Ich möchte gar nicht darüber mutmaßen, woher der Wind in dieser ganzen Angelegenheit wirklich wehen könnte", beschreibt Tschürtz.

Für ihn sei es absolut indiskutabel, jene Funktionäre und Mitglieder, die den "Mordanschlag von BZÖ und ÖVP gegen die FPÖ abgewehrt" hätten, wieder mit "ihren Henkern vom Haider-Westenthaler-Bündnis zu konfrontieren". In Anspielung auf die diesbezüglichen Aussagen Wolfgang Rauters gestern Abend im ORF meint Tschürtz außerdem, dass "Exponenten des BZÖ gar nicht so interessant und ideologisch gefestigt sein" könnten, dass er sie wieder in der FPÖ-Burgenland "haben wolle".

Angesprochen auf eine etwaige Zusammenarbeit mit Wolfgang Rauter nach dem Sonderparteitag gibt sich FP-Chef Johann Tschürtz abwartend. "Natürlich muss und wird es nach dem Parteitag für die FPÖ-Burgenland weitergehen. Derjenige, der Obmann wird, wird für Ruhe und Ordnung in der Partei sorgen müssen - mit oder auch ohne den jeweils anderen. Aber über das Danach reden wir, wenn der 6. März Geschichte ist. Ich möchte allerdings noch einmal betonen, dass Wolfgang Rauter die Kampfansage gegen Ilse Benkö und mich geäußert und uns zum kompromisslosen Rückzug aufgefordert hat. Diesen Kampf werden wir erstmal zu Ende führen."

Überdies habe sich Rauter gestern Abend auch "endgültig und eindeutig für das Kölly-Lager in Position gebracht". Damit stehe er, so der Parteiobmann, im "Anti-Tschürtz-Lager". "Wenn eine Einigung so einfach gewesen wäre, hätten wir sie erreicht. Das können Sie mir glauben", meinte Tschürtz abschließend.

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