Nikolaus Prinz: Wo bleibt die versprochene Wende?

ÖVP-Abgeordneter enttäuscht vom ersten Auftritt der Ministerin im Unterrichtsausschuss

Wien (ÖVP-PK) - "Noch vor ein paar Monaten versuchten SPÖ-Politiker einen Bildungsnotstand an Österreichs Schulen herbeizureden", zeigte sich heute, Mittwoch, der ÖVP-Abgeordnete im parlamentarischen Unterrichtsausschuss Nikolaus Prinz enttäuscht vom ersten Auftritt der SPÖ-Ministerin Claudia Schmied im gestrigen Ausschuss. "Offenbar hat die Frau Bundesminister letztendlich doch erkannt, dass die Vorleistungen der ÖVP-Schulpolitik nicht so schlecht waren bzw. sind", so Prinz. Zur "zögerlichen" Ankündigung eines Richtwertes zur Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen verweist Prinz darauf, dass ohne eine gesetzliche Regelung von Teilungszahlen und Mindestgrößen im kommenden Schuljahr das Chaos etwa beim Englisch-Unterricht drohe. Zudem ist im Regierungsübereinkommen die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl als Ziel verankert. ****

Eine Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen ist zudem nur in Absprache mit den Finanzausgleichspartnern zu lösen. "Ich finde es daher richtig, mit den ersten Klassen zu beginnen. Aber es sollte für alle Schularten gelten, so auch für berufsbildende Schulen und die Polytechnischen Lehrgänge", fordert Prinz etwas mehr Augenmaß in der Sache ein. "Immerhin müssen wir auch bedenken, dass in einigen Jahren die Schülerzahlen wieder abnehmen werden. Kostenintensive Umbauten in Schulen, vor allem in kleineren Gemeinden, wären somit kontraproduktiv", gibt der ÖVP-Abgeordnete zu bedenken.

Gezielte Integration hat nichts mit Quotenregelung zu tun

Der Vorschlag von Oberösterreichs Landeshauptmann Pühringer, dass nicht mehr als ein Drittel Kinder mit nicht deutscher Muttersprache oder schlechten Deutschkenntnissen in einer Klasse sein sollten, ist für Prinz ein wichtiger Schritt zu besserer Integration und schulischer Ausbildung der Kinder. "Das hat überhaupt nichts mit Quotenregelung zu tun", widerspricht Prinz den Ausführungen von Unterrichtsministerin Schmied. "Es geht hier einzig und allein um die Qualität des Unterrichts - und zwar für alle Kinder."
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