Schaunig: "Pflegebedürftige von morgen sind wir alle"

Laut Statistik Austria ist die Lebenserwartung in Österreich neuerlich gestiegen. Demzufolge können Männer älter als 77 und Frauen fast 83 Jahre alt werden

Klagenfurt (SP-KTN) - "Diese aktuelle Zahlen bestätigen, dass ich mich weiterhin vehement für den Bau von dezentralen Pflegeheimen und für die Ausweitung der mobilen Dienste einsetzen werde", erklärte heute, Mittwoch, LHStv. Gaby Schaunig anlässlich der aktuellen Zahlen der Statistik Austria.

"Pflegebedürftige von morgen sind wir alle. Außerdem fordere ich auch eine Steigerung des Selbstbewusstseins in der Pflege. Würden wir sagen, reißen wir einen gotischen Dom ab, bauen wir einen neuen hin, wäre ein Aufschrei der Bevölkerung die Folge. Auch die Pflege älterer Menschen soll als Erhaltung von Kulturgütern verstanden werden", so Schaunig.

Bei den Anforderungen und Belastungen, welche die Arbeit mit alten und hochbetagten, teilweise verwirrten, depressiven oder sterbenden Menschen mit sich bringt, ist eine professionelle, berufsbegleitende Unterstützung der MitarbeiterInnen in Pflegeheimen unumgänglich.

Geänderte Lebensansprüche haben aber auch dazu geführt, dass ältere Menschen ihren Lebensabend in den eigenen vier Wänden verbringen möchten. Von der Familie erfordert diese Aufgabe aber viel Kraft. Die Lasten müssen auf mehrere Schultern verteilt werden. Das gilt innerhalb der Familie, aber auch für alle, die in unserem Land die vielfältigen Unterstützungs- und Hilfsangebote bereitstellen. Eine dieser professionelle Hilfe von Außen ist das Projekt "Pflege für Zuhause - von Profis lernen". Diese bewährte Vortragsreihe startet jetzt wieder!

Um die im Bereich der Pflege Tätigen zu unterstützen, gibt es in Kärnten ein spezielles Urlaubsangebot für pflegende Angehörige. Sich einmal "Urlaub vom Alltag" zu gönnen sei für Angehörige, die durch die Pflege nicht nur emotional belastet werden, sondern auch oft selbst gesundheitliche Schäden erleiden, sehr wichtig", so Schaunig

"Ich möchte alle pflegende Angehörige ermutigen, die Zusammenarbeit mit den verschiedensten sozialen Einrichtungen wie zum Beispiel der Hauskrankenhilfe in Anspruch zu nehmen. Denn, in der Gemeinsamkeit liegt ein wichtiger Schlüssel dafür, dass Hilfe gelingen kann", weiß die Sozialreferentin. Schon durch Gespräche wird die Gelegenheit geboten, neue Einsichten und Möglichkeiten für die eigene Situation zu erfahren, eigene Grenzen überhaupt erst bewusst zu machen und Entlastungen zu suchen.

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