Österreicher sperren Einbrecher aus

Jedes sechste Eigenheim ist mit einer Alarmanlage ausgestattet. Einbruchhemmende Türen gehören allmählich zur sicherheitstechnischen Grundausstattung.

Wien (OTS) - Im EU-Vergleich zählt Österreich in punkto Einbruchdiebstahl nach wie vor zu den sichersten Ländern. "Tatsache ist aber, dass die Zahl der Einbrüche in den letzten Jahren stark gestiegen ist", sagt Mag. Birgit Zetinigg, Leiterin des Bereichs Eigentum & Feuer im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). "Die Österreicher haben darauf auch mit zusätzlichen Investitionen in die Eigenheim-Sicherung reagiert." Das ergab eine von KfV und Triconsult durchgeführte repräsentative Telefon-Umfrage unter 850 Österreichern. Noch relativ mager ist die Ausstattung mit Alarmanlagen: Nur 16 Prozent der Befragten gaben an, ihre eigenen vier Wände mit einer Alarmanlage gegen Einbrecher zu schützen. "Gegenüber dem Jahr 2000 bedeutet das einen Zuwachs von elf Prozent, in Relation zum gestiegenen Einbruchrisiko ist die Ausstattungsquote aber nach wie vor gering", erklärt Zetinigg.
Wesentlich öfter kommen mittlerweile Sicherheitstüren zum Einsatz. Bei jedem zweiten Befragten gehört diese Einbruchbarriere mittlerweile zur sicherheitstechnischen Grundausstattung. Vor allem Eltern scheinen ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis zu haben: 54% der befragten Personen mit Kindern bis 14 Jahre haben bereits in eine einbruchhemmende Eingangstür für ihr Haus oder ihre Wohnung investiert.

Sicherheit ist eine Frage der Qualität

"Wer sich mit dem Gedanken trägt, sein Heim mit einer Alarmanlage oder zumindest einer Sicherheitstüre zu schützen, sollte sich umfassend beraten lassen und sein Augenmerk vor dem Kauf auf einige wichtige Qualitätsmerkmale und Sicherheitsstandards richten", sagt Zetinigg. Einbruchmeldeanlagen sollten der Richtlinie TRVE 31-7 entsprechen. Das KfV führt eine Liste der vom Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs anerkannten Errichter für Einbruchmeldeanlagen (zum Download unter www.kfv.at).
Der Begriff "Sicherheitstür" ist in Österreich nicht geschützt und daher noch kein Zeichen für Qualität und einbruchhemmende Ausführung. Bei geprüften Sicherheitstüren werden sechs Klassen unterschieden, Klasse 3 ist für den Heimbereich geeignet. Mit der ÖNORM B 5338 geht man auf Nummer sicher, dass die Tür durch ein anerkanntes Prüfinstitut auf ihre Qualität kontrolliert wurde und es in der Gesamtkonstruktion (Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag) keine Schwachstellen gibt. Passgenauigkeit ist ebenfalls ein Kriterium für effektiven Schutz, daher sollte die Tür nur von Fachleuten eingebaut werden. Der Umbau muss auf jeden Fall mit der Hausverwaltung abgeklärt werden, damit zum Beispiel in Altbauten der Stil des Gebäudes erhalten bleibt.

Die Stadt Wien fördert den Kauf einer einbruchhemmenden Tür übrigens mit 20 Prozent des Kaufpreises (maximal 400 Euro), das Land Niederösterreich vergibt bis zu 1.000 Euro Förderung pro Haushalt. Weitere Tipps bietet auch die Broschüre "Sicher wohnen -Sicherheitstipps für zuhause", die in allen Filialen der Bank Austria Creditanstalt aufliegt.

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Marketing & Kommunikation
Tel.: 0577077-1904
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