Amon erhofft sich von Bildungsministerin Schmied Antworten auf viele offene Bildungsfragen

ÖVP-Bildungssprecher erwartet im heutigen Unterrichtsausschuss Diskussion über Klassenschülerhöchstzahl, Ferienordnung und Bildungsdokumentationsgesetz

Wien (ÖVP-PK) - Die Klassenschülerhöchstzahl wird heute am Nachmittag unter anderem ein Thema des Unterrichtsausschusses sein. Ab dem Schuljahr 2007/2008 soll die maximale Schülerzahl in den ersten Klassen der Volks- und Hauptschule, der AHS Unterstufe und im Polytechnikum auf den Richtwert 25 sinken. Die Schule hat die Möglichkeit, über ihre Klassenorganisation selbst zu entscheiden. "Es stellt sich dabei die Frage, warum diese Maßnahme nicht gleich gesetzlich umgesetzt wird. Schließlich hat die SPÖ immer so getan, als ob man diese Senkung sofort per Gesetz umsetzen könne", stellte heute, Dienstag, ÖVP-Bildungssprecher Abg. Werner Amon fest. ****

Unterrichtsministerin Claudia Schmied hatte in diesem Zusammenhang zudem angekündigt, allein für das Pilotprojekt zur Senkung der Klassenschülerhöchstzahl bis zu 1.500 Lehrerinnen und Lehrer zusätzlich zu benötigen. "Offen ist allerdings, wie die Ministerin dieses Projekt finanzieren will", so Amon, der sich vom heutigen Ausschuss Antworten darauf erwartet.

Der ÖVP-Bildungssprecher möchte zudem wissen, ob es hinsichtlich der neuen Ferienordnung und neue Regelung für schulautonome Tage schon Neues hinsichtlich der angestrebten Einigung mit den Schulpartnern gibt.

"Auch beim Bildungsdokumentationsgesetz wollen wir Informationen", erklärte Amon und erinnerte an die Ankündigung der Bildungsministerin, für Ende Februar von der dafür eingesetzten Projektgruppe eine "universitäre externe Expertise" versprochen zu haben. Im Zuge der Erhebungen für die Bildungsdokumentation wird unter anderem nach Geburtsdatum, Wohnort, Muttersprache, sonderpädagogischem Förderbedarf, Stand der aktuellen Ausbildung, Schulstufe, Semester- oder Klassenbezeichnung, Unterrichtsorganisation oder Besuch von bilingualem Unterricht gefragt. Die Daten werden dann 60 Jahre lang gespeichert.

Auskunft erwartet sich der ÖVP-Bildungssprecher auch über die von der SPÖ angestrebte Gesamtschule. Erst gestern hatte Schmied gemeint, dass diese gemeinsame Schule aller Zehn- bis 14-jährigen nur mittel-und langfristig umsetzbar sei.

Amon abschließend: "Bei all den angestrebten Änderungen darf man eines nicht vergessen: Die Kinder und Jugendlichen müssen im Mittelpunkt aller zukunftsorientierten Maßnahmen stehen und entsprechend ihrer persönlichen Begabungen, Interessen und Neigungen optimal gefördert werden. Wir wollen das Ausbildungsniveau weiter anheben und die Qualität der Bildung in Österreich weiter steigern. Die Wahlfreiheit der Eltern für den Bildungsweg ihrer Kinder muss dabei erhalten bleiben."
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