Jugendliche Gewaltbereitschaft dringend abbauen

Frais: "SP-Initiativantrag bietet Grundlage für ursachenbezogene Maßnahmen"

Linz (OTS) - "Statt den zuständigen Experten der Linzer Universität werden vorerst die Mitglieder des Bildungs-Unterausschusses den SP-Initiativantrag zur Gewaltbereitschaft von Jugendlichen in Schule und Freizeit behandeln", informiert SP-Klubobmann Dr. Karl Frais. Die SPÖ hat mit diesem dringlichen Initiativantrag gefordert, dass als Grundlage für weitere Maßnahmen eine interdisziplinäre Studie über Gewalt- und Aggressionspotenziale oberösterreichischer Jugendlicher in Schule und Freizeit erstellt wird. Die Dringlichkeit wurde jedoch von ÖVP und Grün abgelehnt.

Frais fordert, dass durch die Behandlung im Unterausschuss das Problem nicht verschleppt werden darf. "Es ist unbestritten, dass die immer häufiger von Jugendlichen ausgehende Gewalt ein gesellschaftliches Problem darstellt. Die SPÖ will daher die konkrete Situation in Oberösterreich wissenschaftlich analysieren, um darauf aufbauend gemeinsam mit Schulen, Eltern, Jugendvertretern und Experten zielgerichtete Maßnahmen zu entwickeln. Wer jetzt nicht gegensteuert, der nimmt in Kauf, dass sich die Situation weiter verschlechtert", betont der SP-Klubobmann.

Gewalt in den Schulen, jugendliche Rowdies bei Sportveranstaltungen und gewaltbereite jugendliche Gruppen - diese Probleme seien mit handgestrickten Lösungsvorschlägen nicht zu bewältigen, ist Frais überzeugt. "Einzelmaßnahmen wie Verbote von Spielen, Filmen oder ähnliches sind nur begrenzt sinnvoll. Was wir brauchen sind wissenschaftliche Grundlagen, um die Zusammenhänge darzustellen. Vorbildhaft haben unsere bayrischen Nachbarn diesen Schritt bereits gesetzt und die Situation ihres Bundeslands wissenschaftlich aufgearbeitet".

"Ich appelliere an die Mitglieder des Bildungsunterausschusses, möglichst rasch zu einer positiven Entscheidung über diesen Antrag zu kommen, damit die ohnehin zeitintensive wissenschaftliche Aufarbeitung beginnen kann. Es gehört zur Verantwortung der Politik in Oberösterreich, bestehenden Problemen wie zunehmender jugendlicher Gewalt rechtzeitig gegenzusteuern", schließt Frais.

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SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner

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