Maresch zu A5-Nordautobahn: "Schwerer wirtschaftlicher Schaden für Wien"

Grüne Wien: Verkehrsexplosion zu erwarten

Wien (OTS) - "Dieselben PolitikerInnen, die heute freudig zur A5-Spatenstichfeier geeilt sind, werden sich in nicht einmal zehn Jahren wundern, warum die Nahversorgung in Floridsdorf gestorben sein wird", ärgert sich Rüdiger Maresch, Umweltsprecher der Grünen Wien. Bei Gerasdorf ist ein riesiges Einkaufszentrum geplant, das nur darauf wartet, dass ihm die Nordautobahn viele Kunden aus Wien und NÖ bringt.

Selbst der ehemalige Chef der Wiener Wirtschaftskammer, Walter Nettig, warnte vor einigen Jahren in einem Zeitungsartikel davor, dass dieses Shoppingcenter der Wiener Wirtschaft schweren Schaden zufügen wird. Die Umlandgemeinden - darunter Wien - müssen Kaufkraftabfluss und zusätzlichen Verkehr ertragen. "Ich verstehe nicht, warum Bürgermeister Häupl diese einfachen Zusammenhänge nicht verstehen will und sich nicht gegen die Nordautobahn gewehrt hat, sondern diese sogar noch begrüßt", wundert sich Maresch.

Abgesehen von den wirtschaftlichen Nachteilen bedeutet die Nordautobahn für Wien auch eine verkehrspolitische Katastrophe. Die Planungsgemeinschaft Ost hat 2002 die Verkehrsentwicklung entlang der Brünner Straße prognostiziert. Ohne Autobahn sollen 2015 rund 23.000 Autos täglich die Stadtgrenze queren, mit dem Bau der Nordautobahn aber 48.900. "Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten. Diese Erkenntnis wird leider auch die Nordautobahn ein weiteres Mal beweisen. Es ist traurig, dass dies abermals auf Kosten der Wiener Bevölkerung geht", betont Maresch abschließend.

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