BZÖ-Warmuth: Wahlfreiheit der Lebenskonzepte für Frauen muss gewährleistet werden

LAbg. Warmuth fordert eine Weiterentwicklung in der Frauen- und Familienpolitik in Richtung Partnerschaft.

Klagenfurt (OTS) - "Wenn über Familienpolitik gesprochen wird,
wird oft so getan, als ob nur die Frauen alleine für gesellschaftliche Fehlentwicklungen und den Rückgang der Geburtenzahlen verantwortlich sind", erklärt die freiheitliche BZÖ-Frauen- und Familiensprecherin LAbg. Wilma Warmuth anlässlich des morgen bevor stehenden Besuchs der deutschen Bestseller-Autorin Eva Herman in Klagenfurt, die in ihrem Buch "Das Eva-Prinzip" eine neue Weiblichkeit einfordert.

"Doch eine pauschalisierte Frauen-zurück-an-den-Herd-Politik wird die anstehenden Probleme sicherlich nicht lösen. Die Wahlfreiheit der Frauen muss immer gewährleistet bleiben. Die Familienpolitik ist ein sehr sensibler Bereich und erfordert partnerschaftliche Zukunftsstrategien. Lösungen können nur gefunden werden, wenn Politik, Wirtschaft und Sozialpartner zusammenarbeiten. Sie haben die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Familie und Beruf vereinbar werden", so Warmuth. Solche Anreize könnten die Flexibilisierung der Arbeitszeiten, das Einrichten von Betriebskindergärten oder das Schaffen von mehr qualifizierten Teilzeitarbeitsplätzen für Frauen sein. Auch solle dafür gesorgt werden, dass Frauen in der Kindererziehungsphase nicht in Billiglohnjobs abgedrängt werden, damit sie den Anschluss an das Berufsleben nicht verpassen. Schließlich dürfe nicht vergessen werden, dass Berufstätigkeit nicht nur Einkommen bedeutet, sondern auch zur persönlichen Lebensqualität der Frau beitrage.

Neben oben genannten Maßnahmen plädiert BZÖ-Warmuth für eine Bewusstseinsänderung in der Gesellschaft hin zu einem partnerschaftlichen Miteinander, wobei in der jüngeren Generation sowieso schon positive Entwicklungen zu beobachten sind. Warmuth wünscht sich in diesem Zusammenhang ein stärkeres Umdenken bei den Männern. "Das Image der Familie muss aufgewertet werden. Die Männer sollen erkennen, dass auch sie mitverantwortlich für das Funktionieren einer intakten Familie sind. Das heißt nicht, dass ich für eine politisch verordnete Halbe-Halbe-Politik bin. Aber in jeder Familie soll ein interner Konsens gefunden werden, wer welche Rolle bei der Familienarbeit und der Kindererziehung übernimmt", so die Familiensprecherin.

Laut Warmuth müsse es im Grunde eine Art Marketingoffensive geben, damit die Familiearbeit einen neuen, positiver besetzten Stellenwert in der Gesellschaft erhält. "Es muss wieder Mut zum Kind gemacht werden. Denn schließlich sind es die Kinder von heute, die in einigen Jahren unser Wirtschafts- und Sozialgefüge prägen werden!", so Warmuth abschließend.

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