AHS-Anmeldung in Wien: 92 Prozent bekommen Platz in Wunschschule!

Wien (OTS) - "Ab dem Schuljahr 2007/08 ist an Wiens öffentlichen Schulen die KlassenschülerInnenzahl 25 als Regelfall verwirklicht. Dies und die Tatsache, dass bei insgesamt 8.663 AHS-Anmeldungen für das kommende Schuljahr ganze 92 Prozent aller angemeldeten AHS-reifen SchülerInnen einen Platz in ihrer Wunschsschule bekommen, ist ein großer Erfolg. Keine Frage, dass die Senkung der KlassenschülerInnenzahl - gemeinsam mit der bereits beschlossenen großen Schulbauoffensive - zu einer deutlichen Verbesserung der pädagogischen Qualität an unseren Schulen führen wird", stellte Wiens Amtsführende Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl im Rahmen einer Pressekonferenz heute fest.****

Brandsteidl unterstrich, dass man bei der Planung des kommenden Schuljahres in der AHS mit Konsequenz, aber auch Fingerspitzengefühl die neue KlassenschülerInnenzahl 25 als Regelfall implementiert habe:
"25 SchülerInnen in einer Klasse, das wird ab dem Schuljahr 2007/08 die Regel sein, von der allein in Ausnahmefällen Abweichungen erlaubt sind. Die einzig zugelassene Begründung für eine solche Abweichung lautet: Wenn an einer Schule im Falle der auf 25 gesenkten KlassenschülerInnenzahl zu viele Kinder keinen Platz bekommen, darf die Zahl bis auf 28 angehoben werden. Dies jedoch ist eine Maximalzahl: In Wien wird es garantiert keine öffentliche Schule geben, in der in einer ersten Klasse 30 SchülerInnen sitzen!"

Konkret bedeute dies, dass nur an 25 von insgesamt 89 AHS-Schulstandorten diese punktuell erhöhte KlassenschülerInnenzahl erlaubt werde. Möglich werde das unter anderem dadurch, dass bis zu 25 neue Klassen an den Wiener AHSen eingerichtet werden. Brandsteidl:
"Wir gehen hiermit an die Grenzen der derzeitigen räumlichen Möglichkeiten. Die positive Nachricht für jene Schulen mit 28 SchülerInnen pro Klasse lautet jedoch, dass ihnen die nötigen Ressourcen zur Senkung der KlassenschülerInnenzahl dennoch zur Verfügung gestellt werden, um sie für spezifische Fördermaßnahmen und vermehrte Klassenteilungen in einzelnen Unterrichtsfächern zu verwenden."

Für jene 660 AHS-reifen SchülerInnen, deren Erst-Schulwunsch bei der Anmeldung nicht erfüllt werden konnte, kündigte Brandsteidl an, dass man über ausreichende freie Plätze verfüge und daher in jedem Fall einen alternativen Schulplatz finden werde. Konkret betreffe dies (im nahezu selben Ausmaß wie in den Vorjahren) insbesondere SchülerInnen aus dem 22. Bezirk. Für diese Kinder werde der Stadtschulrat unter Berücksichtigung der Wünsche der Eltern sowie der verkehrstechnischen Erreichbarkeit die individuell bestmögliche Lösung finden - "und zwar so schnell wie möglich, denn auch wenn uns das Gesetz die Möglichkeit gibt, diese Zuteilung von alternativen Schulplätzen bis Ende April abzuwickeln, ist es unser Ziel, dass alle diese Kinder schon mit Beginn der Osterferien um ihre künftige Schule wissen."

Generell, so Brandsteidl, zeige die AHS-Anmeldung 2007/08 erneut, dass es in Wien wenn überhaupt, dann insbesondere regionalspezifische Problematiken gebe: "Dass im 22. Bezirk zahlreiche Kinder keinen Schulplatz an ihrer Wunschschule bekommen können, war leider bereits frühzeitig klar. Die einzige Lösung für dieses Problem lautet (Bundes-)Schulbau - mit der zuletzt angekündigten großen Schulbauoffensive in der Donaustadt haben wir hier bereits die richtige Antwort gegeben."

Ansonsten habe die Herausforderung der heurigen AHS-Anmeldung insbesondere darin bestanden, eine nicht durchgängig sinnvolle Verordung aus der Ära Gehrer dennoch möglichst schülerInnenfreundlich zu exekutieren und zugleich die wichtige Forderung nach einer Senkung der Klassenschülerzahl in der Praxis umzusetzen.

"Für das kommende Schuljahr 20067/08 heißt das somit:

o Die KlassenschülerInnenzahl 25 wird Standard in Wien. o 92 Prozent aller angemeldeten AHS-reifen SchülerInnen bekommen einen Schulplatz in ihrer Wunschschule. o Die 660 AHS-reifen Schüler, die keinen Platz in ihrer Erstwunsch Schule finden, bekommen einen Schulplatz in ihrer Zweit- oder Drittwunsch-Schule",fasste Brandsteidl abschließend zusammen.

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