Seniorenbund-Generalsekretär Becker zu den Zielen der heutigen Arbeitsgruppen zur Mindestsicherung und zu Pflege und Betreuung: 1. Soziale Absicherung für Alle - 2. Neues, leistbares Pflege- und Betreuungssystem.

Wien (OTS) - Heute nehmen die beiden Arbeitsgruppen im BMSG zu Mindestsicherung und Pflege und Betreuung die Arbeit auf. Heinz K. Becker, Generalsekretär des Österreichischen Seniorenbundes: "Die Einführung einer Mindestsicherung ist ein wichtiger Schritt für eine soziale Absicherung für Alle. Damit wird der von Bundeskanzler Schüssel eingeschlagene Weg konsequent fortgeführt." Im Bereich von Pflege und Betreuung steht eine umfassende Neugestaltung des Systems auf dem Programm. "BM Bartenstein hat mit der Legalisierung ausländischer Pflege- und Betreuungskräfte sowie der Amnestie für die Betroffenen, vor allem aber mit den arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen für die Pflege- und Betreuungsberufe bereits erfreuliche erste Schritte in die richtige Richtung gesetzt. Nunmehr lieg es an BM Buchinger, die Finanzierungsfragen in Zusammenarbeit mit Ländern und Gemeinden zu lösen."

Ganz besonders erfreut zeigte sich der Seniorenbund-Generalsekretär über die Einbindung des Österreichischen Seniorenrates in beide Arbeitsgruppen. "Der Österreichische Seniorenrat ist die gesetzliche Interessensvertretung der älteren Generation auf Sozialpartnerebene. Es ist daher absolut konsequent, den Sozialpartner Österreichischer Seniorenrat in die Beratungen zu diesen wichtigen Neuorientierungen des österreichischen Sozialsystems einzubinden", so Becker.

Die bedarfsorientierte Mindestsicherung

"Der Weg hin zu einer sozialen Absicherung für Alle wurde bereits unter Bundeskanzler Schüssel eingeschlagen: Die außertourliche Anhebung der AZ-Richtsätze, meist 'Mindestpensionen' genannt um insgesamt 100 Euro war bereits ein sozialpolitischer Meilenstein. Dieser außerordentlichen Leistung steht eine Erhöhung der Mindestpensionen um 29 Euro unter der vorhergehenden Regierung, also unter einem SP-Bundeskanzler, Sozialminister und Finanzminister entgegen", betonte Becker. Mit der nunmehrigen Anhebung der Mindestpension auf 726 Euro, und der geplanten Einführung der auf gleicher Höhe angesiedelten Mindestsicherung, wird dieser erfolgreiche Weg konsequent fortgesetzt. Becker: "Damit wird in Zukunft kein Österreicher mehr unterhalb der Armutsgrenze liegen!"

Umfassende Neugestaltung von Pflege und Betreuung

Der Österreichische Seniorenbund hatte bereits im Zuge seiner "Denkwerkstatt", 2005 gegründet von Bundesobmann Dr. Andreas Khol, umfassende Konzepte zu einer Neugestaltung von Pflege und Betreuung erarbeitet, diese wurden auch in die Arbeitsgruppen des Österreichischen Seniorenrates eingebracht. "Der Österreichische Seniorenrat wird demnächst seine Ergebnisse an die Bundesregierung übergeben. Der Seniorenrat wird sich also aktiv in die Neugestaltung von Pflege und Betreuung einbringen", betonte Becker. Ziel dieser Neugestaltung muss ein differenziertes Pflege- und Betreuungssystem sein, welches die Leistbarkeit und die Qualität von Pflege und Betreuung langfristig sicherstellt. Ein wichtiger Schritt dazu ist die von BM Bartenstein bereits in die Wege geleitete Schaffung neuer Berufsbilder für Selbständige im Bereich der Betreuung. Zusätzlich will der Österreichische Seniorenbund auch eine Stärkung freiwilliger Betreuer. Becker: "Die Seniorenorganisationen wollen und können vor allem im Bereich der ehrenamtlichen Betreuer einen wesentlichen Beitrag als Organisations-, Beratung- und Schulungsstellen leisten. Wir wollen diese neue Aufgabe der Seniorenorganisationen zum Wohle der Seniorinnen und Senioren gesetzlich verankert wissen."

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