Mehr Fairness für Arbeitnehmer/-innen - AK-Leistungsbilanz 2006

Linz (OTS) - Die Leistungsbilanz der Arbeiterkammer Oberösterreich für das Jahr 2006 wurde heute von AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer und AK-Direktor-Stellvertreter Franz Molterer, MAS, präsentiert. Sie weist beeindruckende Erfolge aus: So wurden für die AK-Mitglieder 82,4 Millionen Euro erkämpft. Die AK fordert u.a. verständliche Monatsabrechnungen, um das Vorenthalten von Lohn wirksam zu bekämpfen.

In 323.414 Fällen konnte die Arbeiterkammer Oberösterreich im Vorjahr ihren Mitgliedern mit Rat und Hilfe beistehen. Gegenüber dem Jahr 2005 bedeutet das eine Steigerung um 2,4 Prozent. Den Schwerpunkt bildeten 218.388 arbeits- und sozialrechtliche Beratungen (einschließlich der Lohnsteuerberatungen), gefolgt von 79.695 Konsumenten-, 12.630 Bildungs-, 10.805 Wohnrechts-, 1.075 Mobbing-, Arbeitnehmerschutz- und Gesundheitsberatungen sowie 821 AK-Con-sult-Beratungen bei betrieblichen Problemen.

Im Juli 2006 wurde erstmals ein Telefon-Monitoring durchgeführt. Diese Umfrage ergab sensationell hohe Zufriedenheitswerte unter den telefonisch beratenen AK-Mitgliedern (450 Befragte): So bestätigen 99 Prozent der Befragten die Freundlichkeit und 98 Prozent der Befragten die Kompetenz der AK-Expertinnen und -Experten. 97 Prozent der Befragten sehen ihre Erwartungen erfüllt und glatte
100 Prozent würden anderen Personen, die Rechtsberatung brauchen, einen Anruf bei der AK empfehlen!

In 17.106 Fällen vertrat die AK Oberösterreich Arbeitnehmer/-innen in strittigen Rechtsangelegenheiten. Dabei konnten Zahlungen in der Höhe von 82,402.245 Euro erreicht werden. Gegenüber dem Vorjahr war der Vertretungserfolg um knapp 10 Prozent höher. Zum Vergleich: 2006 zahlten die oberösterreichischen AK-Mitglieder rund 53,700.000 Euro an Kammerumlage.

"Auf diese Leistungen für unsere Mitglieder können wir stolz sein!", betont AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Die AK fordert jetzt Maßnahmen, um die leider häufige Lohnvorenthaltung wirksam zu bekämpfen: Jede/r Beschäftigte soll einen Rechtsanspruch auf monatliche Aushändigung einer verständlichen, übersichtlichen und genauen Lohn- oder Gehaltsabrechnung - einschließlich eines Urlaubs- und eines Arbeitszeitkontos - bekommen. Bei fehlender oder mangelhafter Abrechnung soll Lohnvorenthaltung auch zu Strafzahlungen (wie bei der Nachzahlung von Sozialversicherungsbeiträgen) führen. Wenn Firmen die gesetzliche Pflicht zur Ausstellung eines Dienstzettels ignorieren, soll es laut AK zur Beweislastumkehr kommen, sodass im Arbeitsgerichtsverfahren den Behauptungen der Arbeitnehmerseite zu folgen ist. Weiters soll der Krankenversicherungsträger, der von einer Firma wegen zu niedriger Löhne und Gehälter eine Nachzahlung von Beiträgen verlangt, auch die betroffenen Beschäftigten verständigen. Und schließlich sollen die Verfallsfristen in Kollektiv- und Dienstverträgen - meist drei bis sechs Monate vor allem für die Bezahlung von Überstunden - durch Gesetz abgeschafft werden.

Kontakt: Dr. Robert Eiter, Tel. 050/6906-2188
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