Samariterbund: Keine Einbindung in Arbeitsgruppe zu Studiengebühren

Wissenschaftsminister Hahn ignoriert zweitgrößte Rettungs- und Zivildienstorganisation Österreichs

Wien (OTS) - Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs (ASBÖ) ist die zweitgrößte Trägerorganisation im Zivildienstbereich sowie die zweitgrößte Rettungsorganisation bundesweit. Seit Veröffentlichung des aktuellen Regierungsübereinkommens wird über die Sinnhaftigkeit und Möglichkeit des Abarbeitens der Studiengebühren durch "Tätigkeiten im Rahmen neuer sozialer Herausforderungen", wie es darin wortwörtlich heißt, diskutiert. Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung unter Bundesminister Hahn (ÖVP) hat diesbezüglich eine Arbeitsgruppe in Auftrag gegeben. Der ASBÖ, als potentiell betroffene Trägerorganisation, hat dem Bundesminister angeboten seine Erfahrungen einzubringen und an Lösungsvorschlägen mitzuarbeiten. Die Absage kam postwendend mit der Begründung, dass "nicht sämtliche Organisationen, die Vorschläge unterbreitet haben, eine Vertreterin oder einen Vertreter in diese Arbeitsgruppe entsenden können". Dazu Bundessekretär Reinhard Hundsmüller: "Eine Hilfsorganisation mit österreichweit mehr als 4500 haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und mehr als 100.000 Mitgliedern bloß als eine von sämtlichen Organisationen zu bezeichnen, verkennt unseren Stellenwert und entspricht auch nicht unserem Selbstverständnis." Der ASBÖ leistet rund 1000 Rettungs- und Krankentransporteinsätze täglich allein in Wien und bietet ein umfangreiches Angebot an Sozialen Diensten wie z.B. ambulante und stationäre Pflege, betreutes Wohnen, Flüchtlings- und Obdachlosenbetreuung. Es wäre daher selbstverständlich, dass die politisch Verantwortlichen, so sie an einer konstruktiven Lösung der bestehenden Diskussion um den Erlass der Studiengebühren durch Sozialarbeit interessiert sind, den ASBÖ in die Arbeitsgruppe einbinden. "Es hat den Anschein, als ob die Verantwortlichen nicht im Interesse einer Lösungsfindung arbeiten würden, sondern nach uns nicht bekannten Kriterien vorgehen. Die Argumentation des Bundesministers ist keineswegs nachvollziehbar. Wir müssen in den Diskussionsprozess eingebunden werden", fordert Hundsmüller.

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