2. Wiener Schmerztag am Freitag im Rathaus

In Österreich gibt es rund 1,5 Millionen SchmerzpatientInnen - Infos: www.schmerztag.at/

Wien (OTS) - In Österreich gibt es rund 1,5 Millionen SchmerzpatientInnen. Rund 700.000 Menschen leiden an chronischen Schmerzen, für sie ist Schmerz zum ständigen Wegbegleiter geworden. Schmerz gehört zu den häufigsten Ursachen für Krankenstände und vorzeitige Pensionierungen. Der am Freitag (2.3.) in der Zeit von 9.30 Uhr bis 19.00 Uhr im Festsaal des Wiener Rathauses stattfindende "2. Wiener Schmerztag" bietet Interessierten, Betroffenen und Angehörigen umfassend Beratung über Schmerzentstehung und Schmerzvermeidung. Der Eintritt ist frei. "Schmerz ist ein wichtiges Thema. In Wien erhalten alle PatientInnen die beste medizinische und pflegerische Betreuung. Die Wiener ÄrztInnen setzen sich aber auch für die Linderung von Schmerzen ein - von Geburt an über das Kindesalter bis hin zur Palliativmedizin", erklärte die Wiener Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely am Montag bei einer Medienkonferenz mit Dr.in Renate Barker, MSc; Univ.- Prof. Dr. Heinz Ludwig, Univ.- Prof. Dr. Gerhard Mostbeck und O. Univ.- Prof. Dr. Michael Zimpfer. Das gesamte Programm des 2. Wiener Schmerztages finden Sie unter www.schmerztag.at/ .****

In allen Schwerpunktspitälern des Wiener Krankenanstaltenverbundes gebe es Schmerzambulanzen, sowohl allgemeine als auch spezialisierte, etwa für Kopf- oder Rückenschmerzen, so Wehsely. Ein besonderes Projekt zum Schmerzthema wurde 2006 im Wilhelminenspital durchgeführt. Die Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin veranstaltete den Wettbewerb "Das schmerzarme Krankenhaus", an dem alle Stationen der operativ tätigen Abteilungen teilnahmen. Die Teilnahme war freiwillig und die Stationsteams - ÄrztInnen, Pflegepersonen und PhysiotherapeutInnen gemeinsam - machten begeistert mit.

Insgesamt 524 PatientInnen wurden am ersten und zweiten postoperativen Tag nach ihren Schmerzen befragt. Außerdem wurde geprüft, welche Schmerztherapie diese PatientInnen erhalten hatten und wie oft die MitarbeiterInnen auf der Station die PatientInnen nach ihren Schmerzen gefragt hatten. Denn viele PatientInnen melden Schmerzen nicht von sich aus, weil sie sie für unvermeidbar halten.

"Umfassende Schmerztherapie nimmt einen integralen Stellenwert in der Behandlung von TumorpatientInnen ein, wobei besonderes Augenmerk auf die individuelle Schmerzsituation, PatientInnenautonomie und auf den Einsatz der jeweils bestgeeigneten Methoden gelegt werden muss", konstatierte Univ.- Prof. Dr. Heinz Ludwig, Vorstand der 1. Medizinischen Abteilung am Wilhelminenspital der Stadt Wien, Zentrum für Onkologie und Hämatologie.

"Menschen, die sich in der komplexen Krankheitsfalle 'Chronischer Schmerz' befinden, bedürfen intensiver interdisziplinärer Hilfe", betonte Dr.in Renate Barker, MSc, von der Univ.-Klinik für Anästhesie und Allgemeine Intensivmedizin am AKH Wien und Präsidentin von "Contra Dolorem", einer Nonprofit-Anlaufstelle für SchmerzpatientInnen, Angehörige und Interessierte. "Contra Dolorem" ist am "Schmerztelefon" unter 0650 80 80 800 bzw. über E-Mail (info@schmerzinformation.org) erreichbar.

Die Radiologie könne einerseits bei der Abklärung von Ursachen des Symptoms Schmerz helfen, andererseits auch Schmerzen behandeln, so Univ.- Prof. Dr. Gerhard Mostbeck, Vorstand des Zentralröntgeninstituts am Otto Wagner Spital, Sozialmedizinisches Zentrum Baumgartner Höhe und Präsident der Österreichischen Röntgengesellschaft. "Zunehmend wichtig, einfach auf Grund der Häufigkeit der PatientInnen, ist die Schmerztherapie durch Infiltrationstechniken um die Wirbelsäule, die gezielt in der Computertomografie durchgeführt werden. Der Vorteil CT-geleiteter Infiltrationen zur Schmerztherapie liegt insbesondere in der exakten Platzierung der Nadel. Das ist ein nicht unerheblicher Vorteil für PatientInnen, die unter Schmerzen leiden."

"Viele Betroffene sind in ihrer Lebensqualität durch therapiebedürftige Schmerzen stark eingeschränkt, da der Schmerz oft als Begleitsymptom von Erkrankungen hingenommen und im Gespräch zwischen PatientInnen und ÄrztInnen nicht thematisiert wird. Dabei ist die heutige Medizin bei den meisten der betroffenen PatientInnen in der Lage, Schmerzen deutlich zu lindern. Ziel des 2. Wiener Schmerztages ist es, die Betroffenen zu sensibilisieren und so eine bessere schmerztherapeutische Versorgung zu erreichen", so O. Univ.-Prof. Dr. Michael Zimpfer, MBA, Vorstand der Univ.-Klinik für Anästhesie und Allgemeine Intensivmedizin am AKH Wien und Ehrenpräsident der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft zur Schmerzbekämpfung und Schmerzforschungszentrum "Contra Dolorem". (Schluss) me

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