Wie tickt Kärnten? - Jörg Haider (BZÖ) und Eva Glawischnig (G) "Im Klartext!" am 28.2. im RadioKulturhaus

Wien (OTS) - "Wie tickt Kärnten?" fragt Ö1-Innenpolitik-Redakteurin Gabi Waldner am 28. Februar den Wahl-Kärntner Jörg Haider (BZÖ) und die ausgewanderte Kärntnerin Eva Glawischnig (Grüne) in einer neuen Ausgabe der RadioKulturhaus-Diskussionsreihe "Im Klartext!". Das Gespräch wird ab 18.30 Uhr live in Ö1 übertragen.

Wieder einmal fordert Jörg Haider (BZÖ) einen "Freistaat" Kärnten nach dem Vorbild Bayerns. Den ersten Vorstoß in diese Richtung hat der Kärntner Landeshauptmann 1991 unternommen, seither wiederholt er ihn in regelmäßigen Intervallen - mal mit mehr Verve, mal mit weniger, mal mit der Drohung einer Volksbefragung, mal ohne. Dass Kärnten wirklich jemals seinen rechtlichen Status ändert, ist auszuschließen. Abgesehen vom BZÖ will nämlich keine Partei dafür die Verfassung ändern.

Wozu also das Ganze? Haiders Gegner sagen, seine Forderung sei ein politischer Gag, ein nicht mehr ganz so strahlender Landshauptmann wolle sich einfach nur ins Gerede bringen. Haider selbst sagt, er sehe in der Vision des Freistaates "ein Bekenntnis zur Heimat, seiner stolzen Geschichte, Eigenart und Sonderstellung". Kampagnentauglicher formuliert es sein Pressesprecher Stefan Petzner: "Wir sind wir" lässt er in ganz Kärnten plakatieren.

Tatsächlich kann sich der Rest der Republik seit vielen Jahren des Eindrucks nicht erwehren, dass der Süden Österreichs seine "Eigenart" in ganz besonderem Maße pflegt. Egal ob mit so genannten Traditionsverbänden wie dem Kärntner Heimatdienst (ein Relikt aus der Zeit der Vielvölkermonarchie), mit Anti-Wien-Reflexen aller Art, mit einer Zustimmung für das BZÖ wie sie anderswo schwer vorstellbar ist oder mit dem nicht enden wollenden Ortstafelstreit. So kann außerhalb Kärntens kaum mehr einer nachvollziehen, dass sich heutzutage noch jemand durch eine slowenischsprachige Aufschrift gestört oder gar bedroht fühlt. "Kärnten", resümiert Politikwissenschafter Anton Pelinka denn auch angesichts all dieser Eigenheiten, "wirkt wie eine historische Grottenbahn." (Falter, 2.3. 2005)

Das klingt pointiert und löst gewiss viel Kopfnicken aus. Aber ist die Sache wirklich so simpel? Kann ein gesamtes Bundesland einfach als rückständig, rechtslastig und Slowenen-feindlich abgestempelt werden? Wenn nicht, warum geschieht das dann? Warum regt sich in Kärnten selbst nicht mehr Widerstand gegen dieses Image? Kurz: Wie tickt Kärnten?

Bei Gabi Waldner diskutieren Landeshauptmann Jörg Haider, Oberösterreicher und Wahlkärntner, BZÖ, und die 3. Nationalratspräsidentin Eva Glawischnig, Kärntnerin und Wahlwienerin, Grüne, am 28. Februar im RadioKulturhaus.

"Im Klartext! - Jörg Haider und Eva Glawischnig zu Gast bei Gabi Waldner" ist eine Veranstaltung in Kooperation mit der Tageszeitung "Die Presse" und findet am Mittwoch, den 28. Februar im RadioKulturhaus statt und wird live in Ö1 übertragen. Beginn ist um 18.15 Uhr, Eintritt: 5 Euro; für RadioKulturhaus-Vorteilskarten-Besitzer, Ö1-Clubmitglieder und "Presse"-Clubmitglieder ist der Eintritt frei (Reservierung unter Tel. 501 70 377), Pressekarten unter Tel. 501 01-18175.

Weitere Informationen zum Programm des RadioKulturhauses gibt es auf der Homepage http://radiokulturhaus.ORF.at oder über das Kartenbüro (Tel. 01/501 70-377). Mehr zum Programm von Österreich 1 ist unter http://oe1.ORF.at abrufbar.(hb)

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