Heinisch-Hosek: Bundesweite Regelung für Kinderbetreuung notwendig

Wien (SK) - "Die Kinderbetreuung für Kleinstkinder im Alter von
ein bis drei Jahren auszubauen, ist eine langjährige Forderung der SPÖ", entgegnete die SPÖ-Sprecherin für Frauen- und Gleichbehandlung Gabriele Heinisch-Hosek auf die diesbezüglichen Aussagen der niederösterreichischen ÖVP-Landesrätin Mikl-Leitner. Nun springe ein Teil der VP auf diesen Zug auf. Für die SPÖ war immer klar, dass die Kinderbetreuungssituation bundesweit verbessert werden muss, so Heinisch-Hosek gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

"Als ersten Schritt in der Kinderbetreuung müssen für alle Kinder bundesweit die gleichen Voraussetzungen geschaffen werden", fordert Heinisch-Hosek. Das heißt, dass genügend Kinderbetreuungsplätze geschaffen werden müssen, vor allem um die Situation der AlleinerzieherInnen zu verbessern. Wenn sich nun Teile der ÖVP dieser Argumentation anschließen können, wäre das ein Gewinn für die Kinder in diesem Land. "Es wäre erfreulich, wenn sich die neuen Kräfte in der ÖVP in der Sache der Kinderbetreuung durchsetzen könnten", so Heinisch-Hosek. Eine angemessene Kinderbetreuung der Ein bis Dreijährigen sei eine Investition in die Zukunft. Als nächstes solle Familienministerin Kdolsky auf die Vorschläge der SPÖ-Frauenministerin Doris Bures eingehen und erneuerte deren Forderung, dass die Alleinerzieherinnen 18 Monate lang Anspruch auf das erhöhte Kinderbetreuungsgeld haben sollten.

Gleichzeitig, so Heinisch-Hosek, müsse auch die arbeits- und sozialrechtliche Situation der Tagesmütter reformiert werden. "Die Tagesmütter sollen in ganz Österreich unter den gleichen Voraussetzungen arbeiten können und auch eine angemessene soziale Absicherung erhalten", so Heinisch-Hosek. Außerdem sprach sich Heinisch-Hosek dafür aus, dass die Männer dazu verpflichtet werden sollen das sogenannte "Papamonat" in Anspruch zu nehmen. Zu einer möglichen Absetzbarkeit der Kinderbetreuung, sagte, Heinisch-Hosek, dass zuerst die Situation in der Kinderbetreuung eine andere werden müsse, bevor man über die Absetzbarkeit nachdenken könne.
Die Absetzbarkeit der Kinderbetreuung stelle eine konservative Umverteilung dar und erleichtere die Situation nicht für alle Eltern, sondern nur für einige wenige BesserverdienerInnen. (Schluss) gd

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