Modern und konservativ

Weiches und Hartes im Doppelpack (Peter Danich)

Wien (OTS) - Der "Moderne Konservatismus" prägt seit längerem die internationale politische Debatte. Wie viel modern verträgt konservativ, was ist unter den beiden Begriffen zu verstehen, und wie lässt sich die Synthese der beiden Konzepte anhand praktischer Beispiele festmachen? Wer glaubt, dass so etwas nicht funktionieren kann, dem sei ein Blick auf Andrea Kdolsky empfohlen, die mit einigen ihrer Aussagen bereits kurz nach ihrem Amtsantritt für Aufmerksamkeit gesorgt hat. Die Ministerin für Gesundheit und Familie verkörpert viel von dem, was moderne Konservative im besten Sinne ausmacht.

Andrea Kdolsky spricht komplexe Probleme der Gesellschaft an, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Probleme, mit denen sich zu befassen auch keineswegs bequem ist. Sei es das Gesundheitsbewusstsein, sei es die Kindererziehung, sei es das Lebensgefühl der jungen Generation. Statt aber mit dem erhobenen Zeigefinger zu drohen, lädt Kdolsky zum Dialog ein. Statt sich über die Dinge zu stellen, agiert sie erfrischend offen und scheut sich auch bei heiklen Themen nicht, ihren persönlichen Zugang offen zu legen. Soviel an Authentizität erweckt öffentliche Aufmerksamkeit und polarisiert zuweilen. Zum Glück: genau das sind gute klimatische Voraussetzungen für einen offenen gesellschaftlichen Diskurs ohne paternalistische Attitüde.

Kdolsky ist aber keineswegs nur Symbol einer neuen Buntheit der ÖVP; sie ist ebenso eine gestandene Konservative. Beispiel Jugendpolitik: arbeitslose Junge dürfen nicht alleingelassen werden, müssen aber auch bereit sein, Chancen zu ergreifen, die ihnen geboten werden. Fördern und Fordern. Möglichkeiten für junge Menschen schaffen, wie diese ihr Leben selbst in die Hand nehmen können. Im Sport, in der Kunst, in der politischen Mitsprache, ohne die Jung-und Erstwähler/innen parteipolitisch zu vereinnahmen und zu instrumentalisieren. Und Kdolsky setzt klare Zeichen gegen drohende Jugendverwahrlosung: Komatrinken und Suchtverhalten mit staatlich geförderten Fixerstuben zu fördern und als Teil unserer Kultur zu verharmlosen, ist falsch verstandene Liberalität. Statt aber Verbote zu fordern und den oft nur Halt suchenden Teenagern zu drohen, will sie die Jugendlichen aufklären und zum Umdenken bringen: Nutzt Eure Talente und Fähigkeiten und verschwendet nicht eure Jugend. Damit appelliert Kdolsky an die Eigenverantwortung und das Ehrgefühl junger Menschen und zeigt ihnen, dass junge Menschen für sie mehr sind als eine statistische Variable, nämlich die wichtigste Ressource unseres Landes. Das ist modern und konservativ.

Mag. Peter Danich ist gf. Direktor der Politischen Akademie der ÖVP Lesen Sie mehr unter www.modernpolitics.at

Rückfragen & Kontakt:

Politische Akademie der ÖVP
Dr. Christian Moser
Tel: 00431-81420-19
Mail: c.moser@modernpolitics.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PAO0001