SPÖ-Klubtagung Rust - Sima: Wiens Antworten auf den globalen Klimawandel

Rust (SPW-K) - "Der menschgemachte Klimawandel hat längst auch Auswirkungen auf Österreich, die Folgen der globalen Erwärmung sind auch bei uns schon deutlich zu spüren - eine nationale Kraftanstrengung zum Gegensteuern daher unerlässlich", so Umweltstadträtin Ulli Sima anlässlich der Klubtagung der SPÖ in Rust. "Österreich ist bei der Erreichung des Kyoto-Ziels EU-weites Schlusslicht, die schwarz-orange Bundesregierung hinterlässt uns ein schweres Erbe", so Sima. Im Gegensatz dazu stellt sich Wien der enormen Herausforderung Klimaschutz seit Jahren, mit dem ambitionier¬ten Klimaschutzprogramm KliP und spart damit jährlich 2,4 Mio. Tonnen CO2 ein", so Sima. Die bisherigen Erfolge seien aber kein Grund, sich entspannt zurück zu lehnen, sondern ganz im Gegenteil:
"Die unbequeme Wahrheit des Klimawandels sind ein klarer Handlungsauftrag an uns alle, konsequent weiterzuarbei¬ten, auf allen Ebenen", so Sima. Der jüngste UNO-Bericht belege klar, dass die Konsequenzen der Erderwärmung dramatisch sind. Die Klimaforschung prognostiziert Temperaturanstiege um bis zu 6 Grad, einen Anstieg des Meeresspiegels um bis zu 59 cm, vermehrte Stürme und Hurricas", so Sima. Wien stellt sich dieser Herausforderung, die Klimakoor¬dinationsstelle der Stadt Wien arbeitet bereits am 2. Maßnahmenpro¬gramm, dem KliP II, das Ende 2009 im Gemeinderat verabschiedet werden soll.

Klimaschutz als Jobmotor: Über 32.000 Jobs jährlich

Bislang hat man im KliP im Rahmen von 36 Maßnahmenpro¬grammen über 200 Einzelmaßnahmen gesetzt. Sima verweist in diesem Zusammenhang auf die positiven Aspekte für den heimi¬schen Arbeitsmarkt, über 32.000 Arbeitsplätze können jährlich durch Klimaschutzmaßnahmen in Wien gesichert werden. Eines der Erfolgsprogramme ist die thermische Sanierung THEWOSAN, mit¬tels dem man "energiefressende" Wohnbauten aus der Nachkriegs¬zeit thermisch saniert und damit jährlich 82.400 Tonnen CO2 einspart. Die Klimaschutzmaßnahmen der Periode 1999 bis 2007 weisen in Wien ein Investitionsvolumen in der Höhe von 7,171 Mrd. Euro aus, der Wertschöpfungseffekt beträgt über diesen Zeitraum 16,47 Mrd. Euro. Dem aktuellen Plan von Umweltminister Josef Pröll, Investitionen im Ausland zu erhöhen, um sich von den Verpflichtungen "freizukaufen", erteilt Sima in diesem Zusammenhang eine Absage. "Es geht um 280 Mio. Euro, die in Projekte wie in Windparks in Ungarn, in Biogasanlagen in Ägypten etc. anstatt in Österreich investiert werden", so Sima. "Mit diesem Geld könnten in Österreich eine Vielzahl effektiver Klimaprojekte realisiert und damit wertvolle Arbeitsplätze gesichert werden. In letzter Sekunde Zertifikate im Ausland anzukaufen ist die falsche Strategie.", so Sima.

Halbzeitevaluierung des Klips erfolgreich

Die kürzlich von der Energieverwertungsagentur erstellte Zwischenbilanz des Wiener Klimaschutzprogramms zeigt sich erfolgreich, schon zur Hälfte wurden die 1999 festgeschriebenen Ziele beinahe erreicht. Zentral dazu trägt zum einen der massive Ausbau des öffentlichen Verkehrs bei, das Wiener U-Bahnnetz umfasst über 66 Kilometer. Auch die Effizienzsteigerung des Wiener Kraftwerkparks um 10 % sind ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Rund 251.000 Wohnungen sind bereits ans Fernwärmenetz angeschlossen, die Erneuerbaren Energien werden massiv ausgebaut, das Biomassekraftwerk in Simmering beispielsweise spart jährlich 144.000 Tonnen CO2 ein. "In den Bereichen Verkehr und Energie gibt es jedoch Nachjustierungsbedarf, dort steigen die Emissionen stärker als bei der Erstellung des Klimaschutzprogramms angenommen, daher bedarf es weiterer Maßnahmen" so Sima. Im Rahmen von KliP II wird auch daran gearbeitet. Auch auf Bezirksebene wird laut Sima weiter am Klimaschutz gearbeitet, gemäß dem Motto "global denken, lokal handeln". "Denn eines ist klar: Jeder von uns muss seinen Beitrag leisten, oft sind es Kleinigkeiten mit positiven Auswirkungen auf das Weltklima", so Sima abschließend.

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