SPÖ-Klubtagung Rust - Laska: "Wien schnürt Schulpaket für die nächsten zehn Jahre"

2008 bis 2017: 570 Mio. Euro für 220 Wiener Volksschulen, Hauptschulen, Sonderschulen und Polytechnische Schulen

Wien (SPW-K) - Die MA56 (Städtische Schulverwaltung), die MA34 (Bau- und Gebäudemanagement) und der Wiener Stadtschulrat haben aus unterschiedlichen Perspektiven die umfangreichste Analyse der Wiener Pflichtschulen seit mehr als 30 Jahren durchgeführt. Einerseits wurde der vorhandene Schulraum unter Berücksichtigung der demographischen Entwicklungen und andererseits die bauliche Substanz überprüft bzw. dargestellt.

Der vorhandene Schulraum ist optimal zu nutzen und der zentralen Schülerstromlenkung soll auch unter Beachtung der künftigen Klassenschülerhöchstzahl von 25 besondere Bedeutung zukommen. "Ziel ist, das breite Spektrum der schulischen Angebote in Wien zentral zu koordinieren. Die Wiener Schulen in all ihrer Vielfalt - von Gebäuden seit der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zu Neubauten im Rahmen des Schulbauprogramms 2000 - bieten vor allem im Bereich der inneren Ausstattung - wie beispielsweise bei Mobiliar, Lehrmittel, Reinvest des Wiener Bildungsnetzes und Warenkorb - bereits jetzt hohe qualitative Rahmenbedingungen", erklärt Vizebürgermeisterin Grete Laska. Rund zwei Drittel der Wiener Schulen, die zwischen 1885 und 1991 errichtet wurden, benötigen substanzsichernde Maßnahmen.

460 Millionen Euro für Substanzsicherung

Unter dem Stichwort "Verdichtete Sanierung" haben die Fachleute nun einen Maßnahmenkatalog von 17 verschiedenen erforderlichen substanzerhaltenden Sanierungsmaßnahmen erarbeitet - von Instandhaltungen der Fenster, Fassaden und Dächer über die Erneuerung der elektrischen Leitungen bis hin zu Brandschutzmaßnahmen. Ein Schwerpunkt ist natürlich auch die ganztägige Betreuung. Die Bandbreite der erforderlichen Investitionen beträgt pro Schulstandort von 0,2 bis 7,6 Millionen Euro.

110 Millionen Euro für zusätzliche Sanierungsprojekte

Neben der Substanzerhaltung der Pflichtschulbauten werden für zusätzliche Projekte (Sanierung von Turn- und Physiksälen oder Lehrküchen, Erneuerung schadhafter Böden, Instandsetzung der Außenanlagen und Spielgeräte, Umwidmung von Klassenräumen) im Zeitraum 2008 bis 2017 zusätzlich 110 Millionen Euro investiert.

"Damit werden in Wien in den nächsten zehn Jahren insgesamt rund 570 Millionen Euro für 220 Wiener Volks-, Haupt- und Sonderschulen und Polytechnische Schulen aufgewendet. Den Bezirken wird damit ein Angebot in der Höhe von zusätzlich rund 228 Millionen Euro aus dem Zentralbudget gemacht. ZUSÄTZLICHE 33 Millionen Euro sind für zentrale Maßnahmen vorgesehen", erklärt Laska.

Vizebürgermeisterin Grete Laska: "Es freut mich, dass es gemeinsam mit dem Finanzressort des Hauses gelungen ist, dieses Schulpaket zu schnüren - mit dieser langfristigen Investition, an der sich Stadt Wien und die Bezirke beteiligen werden, machen wir die Wiener Schulen für die nächsten Jahrzehnte fit! Die inhaltlichen Maßstäbe, die Wien bildungspolitisch immer gesetzt hat, sind damit auch infrastrukturell abgesichert."

Die Umsetzung des Maßnahmenpakets, dessen Machbarkeit je nach Dringlichkeit im Zusammenhang mit bautechnischen aber auch mit schulorganisatorischen Parametern zu sehen ist, bedingt baulich und organisatorisch eine zentrale Steuerung, die durch ein Projektteam erfolgen wird. Für 2007 gibt es Unterstützung für bereits budgetierte Projekte in der Höhe von 8,5 Millionen Euro.

Wien macht Schule

Die MA56 zeichnet als größter Schulerhalter Österreichs auf Landes- und Gemeindeebene für 380 Schulen in 310 Gebäuden verantwortlich. Damit verwaltet sie Räumlichkeiten für fast 110.000 SchülerInnen und über 11.000 Lehrkräfte.

Neben dem oben beschriebenen Schulpaket bleibt die laufende Instandhaltung von Schulen grundsätzlich im Rahmen der Dezentralisierung als Aufgabe der Bezirke aufrecht. D.h. die Bezirke wenden in diesen zehn Jahren für Gebrechensbehebungen und andere Instandhaltungsmaßnahmen im Bereich Telefonie, Haustechnik, Beleuchtung, Türen usw. weitere rund 200 Millionen Euro auf.

Darüber hinaus investiert die Stadt zentral Sanierungen für Berufsschulen sowie für Schulneubauten und für die Entwicklung neuer zukunftsträchtiger Modelle wie etwa das Campus-Modell. Eine Erprobung findet bereits im Schuljahr 07/08 in vier Wiener Volksschulen statt. Im Rahmen der Tagesbetreuung soll ein niederschwelliges Angebot mit den Schwerpunkten Bewegung, musikalische und gestaltende Kreativität umgesetzt werden. In künftigen Schulbauten wird das Campus-Modell auch baulich und organisatorisch optimal verwirklicht - der Baubeginn für das Pilotprojekt einer bereits multifunktional geplanten Bildungseinrichtung für 0- bis 10-Jährige ist für Juli 07 im Rahmen der Stadtentwicklung Monte Laa vorgesehen. Die Kombination aus einer 16-klassigen Volksschule mit Unterricht und Freizeit in verschränkter Form, einem 10-gruppigen Kindergarten, einer zentralen Verpflegungseinrichtung sowie einer gemeinsamen Freizeitstruktur mit unterschiedlichen Freizeit- und Sportangeboten wird Kindern künftig noch bessere Entfaltungsmöglichkeiten bieten und dient als Grundlage für künftige Planungen im Bildungsbereich.

Erstmals liegt in Rust auch ein umfassendes Projekt-Lexikon vor, in dem 150 Zukunftsvorhaben für die nächsten Jahre zusammengefasst sind. Das Lexikon "Wien 2010. Denken. Planen. Handeln" ist im Internet unter www.rathausklub.spoe.at abrufbar. (Schluss)

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