ÖAMTC: Zurechnung der Tanktourismus-Emissionen verzerrt Klimabilanz

Errechneter CO2-Ausstoß entspricht vor allem in den westlichen Bundesländern nicht der Realität

Wien (OTS) - "Die Zurechnung der Schadstoff-Emissionen des Tanktourismus muss auf EU-Ebene neu verhandelt und den Tatsachen angepasst werden", fordert ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau.

Derzeit werden alle aus dem Tanktourismus anfallenden Emissionen "am Schreibtisch" der österreichischen Klimabilanz zugerechnet, obwohl sie gar nicht in Österreich anfallen. "Vor allem für westliche Bundesländer wie Tirol und Salzburg bringt das eine vollkommen verzerrte Klimabilanz", sagt Brugger-Brandau.

Die CO2-Emissionen werden entsprechend einem Schlüssel aus der im Land getankten Kraftstoff-Menge errechnet. Wegen der enorm gestiegenen Kraftstoffpreise in Deutschland, die mit der letzten Stufe der Ökosteuerbelastung 2004 ihren Höhepunkt erreicht haben, tanken seither viele Pkw- und Lkw-Fahrer in Österreich. Verfahren wird der Kraftstoff jedoch im Ausland. "Es handelt sich dabei um etwa 30 Prozent der in Österreich getankten Kraftstoffmenge und damit auch des emittierten CO2", erklärt die ÖAMTC-Expertin.

Solange der Tanktourismus nicht aus der österreichischen Schadstoffbilanz herausgerechnet wird, sollten die daraus resultierenden Mehr-Einnahmen für CO2-reduzierende Maßnahmen zweckgewidmet werden. "Zum Beispiel zur Förderung von alternativen Kraftstoffen und Antrieben", so die ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin abschließend.

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
pressestelle@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0002