Neue Strategie der Wiener Auslandsarbeit

Schulterschluss von Stadt Wien, WienTourismus, Wiener Wirtschaftsförderungsfonds und Wirtschaftskammer Wien

Wien (OTS) - Gestern Nachmittag wurde im Beisein des Wiener Bürgermeisters, der Stadtregierung, der Magistratsdirektion und zahlreicher Vertreter aus Wirtschaft, Tourismus und Verwaltung die neue Wiener Auslandsarbeit präsentiert. Nach dem Motto: "Gemeinsam sind wir stärker", soll die Marke Wien im Schulterschluss der Partner: Stadt, Wirtschaftskammer, WienTourismus aber auch Wiener Wirtschaftsförderungsfonds zukünftig international noch intensiver beworben werden.

"Wien hat ein ausgezeichnetes Image, aber mit diesem neuen Weg haben wir die einmalige Chance, im Konzert des internationalen Städtewettbewerbs als kräftige Stimme gehört zu werden," so Bürgermeister Dr. Michael Häupl bei der Präsentation der neuen Wiener Auslandsarbeit im Rathaus. Auch Wien befinde sich in einem vielfältigen Wettbewerb mit anderen Städten, so Häupl. Mit einer effizienten Stadtaußenpolitik und einem gemeinsam akkordierten Stadtmarketing sei man auch in Zukunft dafür gerüstet. Wien als Kulturstadt, als Hochburg für Forschung- und Technologie, als Wirtschafts- und Bildungsstandort zu positionieren, sei das Ziel. Nur gemeinsam könne man im Wettbewerb bestehen und die Herausforderungen bewältigen.****

Der einzigartige Schulterschluss sei ein "Beleg für die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten", betonte Vizebürgermeisterin und Finanzstadträtin Mag.a Renate Brauner. "Das Produkt Wien stimmt, das beweist auch die Realität, denn 2006 hat sich fast jedes zweite internationale Unternehmen, das sich in Österreich ansiedelte, für den Wirtschaftsstandort Wien entschieden." Wien habe Drehscheibenfunktion in Europa, so Brauner. In Zukunft müsse man Stärkefelder wie Kommunikationstechnologie, Biotechnologie und Creative Industries ausbauen.

Im Namen der Wirtschaft dankte Präsidentin der Wiener Wirtschaftskammer Kommerzialrätin Brigitte Jank für die Initiative des Bürgermeisters, zukünftig verstärkt die internationalen Aktivitäten zu bündeln. Der Wettbewerb zwischen den Städten werde stärker, daher müsse man auch die Stärken der Wiener Wirtschaft im Ausland noch besser sichtbar machen. Wiener Unternehmen werden gemeinsam, mit der Unterstützung der Stadt, das Ausland erobern. Gerade die Exportwirtschaft benötige die unmittelbare Unterstützung der Politik, so Jank.

Auch Dr. Elisabeth Vitouch, Vorsitzende der Gemeinderätlichen Europakommission, zeigte sich von der internationalen Offensive überzeugt. Sie werde diese auch auf Europa-Ebene mit Begeisterung mittragen.

Fred Vavrousek, Bereichsleiter für Stadtkommunikation und Medien der Stadt Wien, zeigt sich überzeugt, dass mit dem Schulterschluss ein kraftvoller und effizienter Auftritt Wiens über die Grenzen hinweg möglich sei. Gemeinsame Inhalte, gemeinsame Ziele, gemeinsame Schwerpunktdestinationen wurden bereits in einem ersten Schritt festgelegt, nun gehe es um die Umsetzung, bei der die Stadt Wien jede Unterstützung bietet. Besonders wichtig, so Vavrousek, sei die Nachhaltigkeit aller gemeinsamen Kooperationen von Stadt Wien, Wirtschaft und Tourismus. Wien überzeuge mit einem weltweit einzigartigen Städtenetzwerk, mit Wien-Büros in 11 mittelosteuropäischen Ländern, mit einem Wien-Büro in Brüssel, in Hongkong und Tokio. 6000 Presseaussendungen im Jahr werden über diese Wien-Büros an Medien versendet, 70 Prozent der Meldungen erscheinen in den Medien.

"Ein neuer Wien-Imagefilm ist bereits ein weiteres Ergebnis der neuen Kooperationsoffensive", so Sonderbeauftragter für internationale, wirtschaftliche Angelegenheiten der Stadt Wien, Senator h.c. Prof. Kommerzialrat Walter Nettig. "Der Film ist ein guter Türöffner, um Interesse zu wecken, denn Wien hat viel zu bieten, was die Stadt unschlagbar macht", so Nettig. Neben der Produktivität, der Ausbildung der Menschen, der Sicherheit in der Stadt zählt auch der Soziale Friede als Pluspunkt, der auch von Unternehmen besonders geschätzt wird. "Dumpingpreise sind nicht der Weisheit letzter Schluss", so Nettig. Entscheidend sei es, neue Unternehmen nach Wien zu bringen.

DI Dr. Bernd Rießland, Geschäftsführer des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF) betonte den Erfolg Wiens bei der Ansiedelung von neuen Betrieben, aber auch bei der Pflege von bereits bestehenden Unternehmen. Der gemeinsame Auftritt sei das Signal für die Wirtschaft in der Stadt einen verlässlichen Partner zu sehen. Ziel sei es weiterhin, internationale Konzerne nach Wien zu holen, neue Produktionsstandorte in der Stadt zu ermöglichen und das Vertrauen in den Standort Wien zu sichern.

WienTourismus, vertreten durch Dir.-Stv. Wolfgang Kraus, betonte die Wichtigkeit des Geschäftstourismus in der Stadt und hält den gemeinsamen Auftritt von Tourismus und Wirtschaft für unverzichtbar. 2006 war das vierte Rekordjahr in Serie für Wien Tourismus, bis 2010 sollen die Gästenächtigungen auf zehn Millionen steigen. Eines der Ziele sei es, Wiens Position als Tourismus- und Kongress-Metropole auszubauen. 200 Auslandsauftritte im Jahr zeugen schon jetzt von der regen und erfolgreichen internationalen Tätigkeit des WienTourismus.

Bereichsdirektor für Internationale Beziehungen Dr. Oskar Wawra unterstrich, dass in Wien 24 internationale Organisationen wie UNO, OSZE, OPEC, IAEA angesiedelt sind. Dies sei für die Internationalität Wiens und auch wirtschaftlich wichtig. Immerhin erziele Wien von den rund 5.000 Beschäftigten dieser Organisationen eine jährliche Wertschöpfung von über 400 Mio. Euro. Daher sei es notwendig, diese Organisationen in Wien zu sichern und auch neue in Wien anzusiedeln. Die neue europäische Institution für Grund- und Menschenrechte, die ab März in Wien tätig werde, sei ein weiterer Erfolg für diese Tradition der Stadt.

Neben Fachveranstaltungen und den traditionellen Wien-Bällen werden in Zukunft vier Mal im Jahr gemeinsame internationale Großauftritte stattfinden. 2007 stehen New York, Berlin, Bukarest und Abu Dhabi/Dubai auf dem Programm. Dabei wird immer ein kultureller Aufhänger gesucht, wie beispielsweise das Konzert der Wiener Philharmoniker im März in New York. Man setzt bewusst auf den weltweit unbestrittenen Ruf als Kulturmetropole und präsentiert Wien zusätzlich mit einem Rahmenprogramm als Stadt der Lebensqualität, sowie als Standort für Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Technologie. Dass alle Partner dabei an einem Strang ziehen, ist ein Signal - auch international - dass hier wirklich etwas bewegt werden kann.

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