Der neue Arzneimittelsicherheitsgurt mit e-card Pilotprojekt in den Salzburger Apotheken!

Einfach, unbürokratisch, sicher, kostenlos, volkswirtschaftlich sinnvoll und vernetzt

Salzburg (OTS) - Bis zu 3.000 Menschen sterben in Österreich an gefährlichen Nebenwirkungen von Medikamenten. Jahr für Jahr. Gleichzeitig wird jedes 5. Medikament falsch, doppelt oder gar nicht eingenommen. Die Folgen können bis hin zum Tod des Patienten reichen. Für das Gesundheitssystem entstehen jedenfalls enorme Kosten. Österreichs Apotheker haben daher gehandelt und gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit, dem Gesundheitsressort des Landes Salzburg und dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger das Pilotprojekt "Arzneimittelsicherheitsgurt mit e-card in Ihrer Apotheke" ins Leben gerufen.

Kdolsky lobt Pilotprojekt

"Die österreichischen Apothekerinnen und Apotheker bieten bereits heute beste Beratung und Betreuung - und der Arzneimittelsicherheitsgurt kann ihre Leistungsfähigkeit noch weiter steigern. Der Arzneimittelsicherheitsgurt, der ganz klar auf den Patientennutzen fokussiert ist, stellt eine wichtige Weichenstellung dar, um die europaweite Führungsposition Österreichs im Bereich der e-Health weiter auszubauen", sagt heute, Donnerstag, Gesundheitsministerin Dr. Andrea Kdolsky bei der Präsentation des Pilotprojekts in Salzburg.

Burgstaller: Jedes 5. Medikament wird falsch eingenommen

"Wenn Medikamente doppelt oder falsch eingenommen werden, kann das nicht nur gesundheitliche Folgen für den Patienten haben, sondern es entstehen auch enorme Kosten für das Gesundheitswesen. Es war mein politischer Vorschlag, den Arzneimittelsicherheitsgurt auf alle Apotheken auszudehnen und mit der e-card zu vernetzen. Ich freue mich, dass das Pilotprojekt in Salzburg durchgeführt wird. Ich erwarte mir wesentliche Erkenntnisse zur Umsetzung in ganz Österreich - so wie wir es im Regierungsprogramm festgeschrieben haben", unterstreicht Salzburgs Landeshauptfrau und Gesundheitsreferentin Mag. Gabi Burgstaller.

Laminger betont Patientennutzen

"Für den Patienten ergibt sich eine enorme Qualitätssteigerung, die sich auch ökonomisch niederschlagen wird. Andere Länder beneiden uns um diese Möglichkeit - wir haben sie und wir nützen sie mit aller Umsicht und auf höchstem Niveau hinsichtlich Technologie, Datenschutz und Serviceorientierung. Der bisherige Erfolg der e-card und des e-card-Systems bestärkt uns dabei, dem erklärten Wunsch der Bevölkerung nach weiteren Anwendungen der e-card im Sozialversicherungsbereich Rechnung zu tragen", betont Dr. Erich Laminger, Vorstandsvorsitzender des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger bei der Präsentation des Arzneimittelsicherheitsgurts in Salzburg.

Bachleitner-Hofmann: 69 von 75 Salzburger Apotheken machen mit

"Der Arzneimittel-Sicherheitsgurt ist ein Quantensprung hinsichtlich Arzneimittelsicherheit und Beratungsintensität in den Salzburger Apotheken. Mittelfristig wird der Arzneimittel-Sicherheitsgurt beweisen, dass er den Beitrag der Apotheker zum Sparen im Bereich der Arzneimittelausgaben darstellt. 69 von 75 Salzburger Apotheken machen freiwillig bei diesem Pilotprojekt mit", freut sich der Präsident des Österreichischen Apothekerverbandes und Salzburger Apothekerkammer-Präsident, Dr. Friedemann Bachleitner-Hofmann.

Erstmals kann die Medikamentenabgabe für alle Salzburger in ihren Apotheken auf gefährliche Wechsel- und Nebenwirkungen geprüft werden. Und zwar ab sofort vollelektronisch und vernetzt in den Apotheken sowie freiwillig, kostenlos und datengeschützt für den Patienten. Es werden alle rezeptpflichtigen und nicht-rezeptpflichtigen Arzneimittel über den neuen "Sicherheitsgurt" erfasst. Der Schlüssel für das neue System ist die e-card, die bisher nur in Arztpraxen notwendig war. Das Pilotprojekt in Salzburg läuft bis 30. Juni 2007. Die Projektpartner teilen sich die Kosten von rund 700.000 Euro - den Löwenanteil bringt die Apothekerschaft selbst auf.

Rückfragen & Kontakt:

Salzburger Apothekerkammer
Pressesprecher Mag. Hans Jakesz
Tel.: 0664/2020488

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