Medizinische Websites: Deutliche Qualitätsunterschiede

"Konsument": Vorsicht vor Werbeangeboten für Wundermittel & Wunderheilungen.

Wien (OTS) - Medizinische Informationen aus dem Internet sind gefragt wie nie zuvor. Schätzungen zufolge konsultieren bereits 80 Prozent aller User Gesundheitswebsites. Doch die Qualität der Informationen ist recht unterschiedlich. Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift "Konsument", die 14 kostenfreie medizinische Websites aus Österreich, der Schweiz und Deutschland getestet hat. Nur drei Websites sind uneingeschränkt empfehlenswert, so das Testmagazin in seiner März-Ausgabe.

Ob Ratsuchende auf den Websites überhaupt richtige Informationen erhalten, überprüften die Tester anhand der Auskünfte zum Thema "Hämorrhoiden". Nur ein einziger Anbieter - www.gesundheitpro.de -erwies sich dabei als völlig sattelfest. Andere Websites informierten dagegen zum Teil nicht über mögliche Komplikationen im Krankheitsverlauf oder beschrieben den Untersuchungsverlauf nur unklar, bei manchen gab es erhebliche Defizite bei der vorgeschlagenen Therapie. Klares Schlusslicht bei den Auskünften:
www.50plus.at.

Wer sich über Gesundheitsthemen informieren möchte, erwartet aber nicht nur Kompetenz, sondern auch Vielseitigkeit. Sechs Websites schneiden bei diesem Kriterium "sehr gut" ab, die geringste Themenvielfalt bieten www.gesundheit.ch, www.gesundheit-aktuell.de sowie www.50plus.at.
Eindeutiger Spitzenreiter bei Übersichtlichkeit und Verständlichkeit ist www.netdoktor.de. Insgesamt lässt die Bedienungsfreundlichkeit der Websites aber zu wünschen übrig, lediglich ein Drittel der Anbieter konnte hier überzeugen.

Klarer Gesamtsieger ist www.gesundheitpro.de, gefolgt von www.netdoktor.at und www.netdoktor.de. www.50plus.at schneidet als einziger Anbieter "weniger zufriedenstellend" ab.

"Wer sich im Internet zu Gesundheitsthemen informieren möchte, sollte sich aber nicht nur auf eine einzige Quelle stützen, sondern sich am besten mehrfach absichern", empfiehlt "Konsument"-Gesundheitsexperte Michael Wasicky. Und: "Egal wie gut und seriös im Internet dargebotene Informationen auch sein mögen, der Mausklick kann und darf den Arztbesuch niemals ersetzen".

"Konsument"-Tipps:
- Vorsicht bei kommerziell orientierten Internetangeboten sowie bei Produkten, die als "Wundermitteln" angepriesen werden.
- Einseitig verfasste Beiträge kritisch betrachten.
- Skepsis ist angebracht, wenn von sensationellen Erfolgen die Rede ist.
- Seriöse Anbieter verweisen auf ihre Quellen, gute Websites werden zudem ständig aktualisiert.

Noch mehr Tipps und die Details zum Test gibt es zum Nachlesen im März-"Konsument" und online auf www.konsument.at.

Rückfragen & Kontakt:

Verein für Konsumenteninformation/
Testmagazin "Konsument"
Mag. Sabine Burghart
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
Email: sburghart@vki.or.at

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