GPA-DJP-Jugend zu Fachkräftedebatte: Ausbildung statt Billigimporte

Unternehmen sollen Fachkräfteausbildung in Österreich finanzieren

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - "Die von Minister Bartenstein losgebrochene Debatte um den angeblichen Fachkräftemangel in Österreich ist reine Heuchelei", sagt der stellvertretende GPA-DJP Jugendvorsitzende Martin Reiter. "Bartenstein weiß genau, dass wir die höchste Jugendarbeitslosigkeit seit Jahrzehnten haben und dass es massive Probleme im Ausbildungsbereich gibt. Wir brauchen Investitionen in Ausbildungsprogramme, Lehrwerkstätten und Fachschulen", fordert Reiter. ++++

"Die Lösung kann nicht das Abwerben von Fachkräften aus anderen Ländern sein, die womöglich dort der lokalen Wirtschaft fehlen. Das ist kein nachhaltiges Konzept. Viele Unternehmen, die große Gewinne durch den Export und mit Ostgeschäften machen, wollen sich in Österreich vor der Finanzierung der Fachkräfteausbildung drücken", so Reiter weiter.

Schon jetzt gäbe es genügend FacharbeiterInnen in Österreich, die auf Jobsuche sind. Von einem Mangel könne also keine Rede sein. "Darüber hinaus muss es ein Konzept geben, wie der Nachwuchs von Fachkräften in Österreich langfristig gesichert werden kann. Wir haben tausende von jungen Menschen, die verzweifelt einen qualifizierten Ausbildungsplatz suchen. Viele von ihnen sind MigrantInnen der ersten und zweiten Generation. Ihnen sollten Minister Bartenstein und die österreichische Wirtschaft eine Chance geben und eine Zukunft ermöglichen", meint Reiter abschließend.

ÖGB, 20. Februar 2007 Nr. 132

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