• 20.02.2007, 13:14:19
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FPÖ: Josef Prölls katastrophale Klimabilanz

Hofer: "Unter der Regie des Umweltministers verkommt Österreich vom Vorreiter der Umwelttechnik zum energiepolitischen Anachronismus und Klimasünder"

Wien (OTS) - Die neue Klimastrategie ist Demaskierung und
Bankrotterklärung eines Umweltministers, der viel spricht, wenig sagt
und fast nichts tut. Die nunmehr vorliegenden Zahlen, die eklatante
Defizite im österreichischen Klimaschutz-Plansoll aufzeigen, spotten
der ökomissionarischen Selbstdarstellung Josef Prölls.

Wenn in Österreich neun Millionen Tonnen oder 7,6 Prozent mehr CO2
ausgestoßen werden, als dies in den Vereinbarungen zum
Kyoto-Protokoll vorgesehen ist, kann diese desaströse Bilanz nicht
mit ministerialen Flottsprüchen, wie: "Das ist öko-, aber nicht
logisch!" vom Tisch gewischt werden.

FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer: "Josef Pröll hat auf ganzer
Linie versagt. In der Landwirtschaft verantwortet er im Zusammenspiel
mit seinem Vorgänger Molterer das folgenschwerste Bauernsterben in
der Geschichte unseres Landes. Was den Ausbau erneuerbarer Energien
betrifft, verschuldet er den Rückfall Österreichs vom innovativen
Musterschüler zum energiepolitischen Hinterbänkler."

Im Klimaschutz schießt der Minister, der zwar einen schweren
Straßenkreuzer seinen Dienstwagen nennt, jedoch nach eigenen Worten
meist mit dem Fahrrad unterwegs ist, den Vogel ab, den ihm manches
Opfer seines Ökostromerzeuger wie -bezieher benachteiligenden
"Ökostromgesetzes" gerne zeigte.

Das eigene CO2-Reduktionsziel nicht nur nicht erreicht, sollen nun
auch noch die Steuerzahler zur Kassa gebeten werden, um sich durch
"grüne Investitionen im Ausland" und damit den Erwerb von
Luftverschmutzungs-Zertifikaten von den Pröll´schen Versäumnissen
freizukaufen.

Hofer: "Im Klartext: Von den im Jahr 2005 ausgestoßenen 93,25
Millionen Tonnen an Schadstoffen müssten 15,55 Millionen Tonnen
eingespart werden. Eingespart wird aber bezeichnenderweise nur dort,
wo aufgrund der stetig sinkenden Zahl an Betrieben zwangsläufig
weniger Emissionen zustande kommen - im Agrarbereich."

Dass insgesamt Reduktionen nicht möglich sind, wenn die Regierung
sowohl Industrie (+ 2,15 Mio. t) wie Verkehr (+ 2 Mio. t) stets
höhere Schadstoff-Tonnagen zugesteht, liegt auf jener öffentlichen
Hand, die für das klimaschutzbesorgte Auslandsengagement des
Umweltministers aufzukommen hat.

Norbert Hofer: "Dieselben Mittel und die alljährlich an Euratom
vergeudeten Steuermillionen umgewidmet, könnte ein wesentlicher
Beitrag zur österreichischen Energie-Autonomie geleistet werden.
Diese wiederum, da auf sauberen, nachwachsenden Energieträgern
basierend, wäre ein so wesentlicher wie dauerhafter Beitrag zum
Klimaschutz."

Weil diese segensreiche Chance, mit einer Entscheidung doppelten
Nutzen zu stiften, vorsätzlich ungenützt bleibt, hat sich der
verantwortliche Minister selbst disqualifiziert. Josef Pröll als
Umweltminister ist wie die Burenwurst auf dem Torbogen eines
vegetarischen Restaurants: fehl am Platze. Seine Maßnahmen zum
Klimaschutz sind ebenso irreal wie sein im wahrsten Sinne des Wortes
vorgeschobenes Dienstfahrrad.

Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub
Karl Heinz Grünsteidl, Bundespressereferent
Tel.: +43-664-44 01 629, mailto:[email protected]

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