Neues Volksblatt "Dünne Bilanz" (von Christian Buchar)

Ausgabe vom 16. Februar 2007

Linz (OTS) - Vertreter von Grünen, FPÖ und SPÖ können es drehen und wenden bis zum Äußersten: Der von ihnen in Allianz eingesetzte und mit großem Tamtam begleitete U-Ausschuss zu den Eurofightern hat bisher manche Skurrilität oder ungeahnte Auffassungsunterschiede zwischen den Ex-Ministern Grasser und Scheibner zu Tage gefördert, aber nichts, was die Entscheidung für den Eurofighter an sich in Frage stellt oder gar einen Vertragsausstieg rechtfertigen würde. Die Lautstärke des medialen Begleitorchesters, das von Pilz, Stadler & Co. betrieben wird, hält den realen Ergebnissen nicht stand - und bestätigt jene, die im Ausschuss von vornherein ein parteipolitisches Spektakel gesehen haben.
Als Erkenntnis bleibt die ohnedies längst klare Tatsache, dass sich die frühere Regierung für das modernste Gerät, nicht Flieger mit Ablaufdatum entschieden hat. Und dass Ausschuss-Vorsitzender Peter Pilz sein politisches Geschäft gerne mit Skandalisierungs-Häppchen betreibt, womit er in Teilen der veröffentlichten Meinung nach wie vor oft ungeprüften Schlagzeilen-Erfolg erntet - dessen Substanz bei näherem Hinsehen leicht zerbröselt. Das hätte man ohne U-Ausschuss aber auch wissen können.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt
Chefredaktion
Tel. 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001