Greenpeace: Kritik an "knieweicher" Haltung Bartensteins beim EU-Energieministerrat

Gusenbauer muss beim EU-Gipfel nachbessern: verbindliche Energie-Ziele und minus 30% CO2-Emissionen bis 2020

Wien (OTS) - Mit herber Kritik reagierte Greenpeace auf die
heutige Einigung der EU-Energieminister auf nicht-verbindliche Ausbauziele für Erneuerbare Energien und auf ein unilaterales EU-Klimaschutzziel von lediglich minus 20% CO2 bis 2020. "Die Europäischen Wirtschaftsminister haben bewiesen, dass sie nicht in der Lage sind, die vollmundigen Versprechen ihrer Regierungen zum Klimaschutz wirksam umzusetzen. Ohne konkrete Ausbauziele für Erneuerbare Energien bleiben jegliche Klimaschutz-Ziele reine Makulatur. Minister Bartenstein hat einem knieweichen Kompromiss zugestimmt und sich - wie zu befürchten war - den Interessen der Industrie gebeugt. Damit hat er die jüngsten eindringlichen Warnungen der Wissenschafter vom Weltklimabeirat der UNO vor einem Klimadesaster glatt ignoriert", kritisiert Matthias Schickhofer, Kampagnensprecher von Greenpeace. "Da den Klima-Beschlüssen der EU internationale Signalwirkung zukommt, wird es mit diesen müden Zielvorgaben nicht gelingen, den drohenden globalen Klimawandel einzubremsen. Wir erwarten uns nun von Kanzler Gusenbauer, den Klimaschutz endlich zur 'Chefsache' zu machen. Er soll sich ein Beispiel an seinen sozialdemokratischen Parteikollegen im Europäischen Parlament nehmen, die gestern für ambitioniertere Ziele votiert hatten. Gusenbauer muss beim EU-Gipfel im März für die dringend nötigen Nachbesserungen kämpfen: verbindliche und überprüfbare Ausbauziele für Erneuerbare Energieträger und minus dreißig Prozent CO2-Emissionen bis 2020."

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Erwin Mayer, Greenpeace Österreich
Tel.: 0664-2700441

Matthias Schickhofer, Greenpeace Österreich
Tel.: 0664-6126715

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRP0001