SJÖ fordert Zivildienstverkürzung auf 6 Monate

ÖVP-Innenminister soll endlich Zivildienst mit Wehrdienst gleichstellen

Wien (OTS) - Torsten Engelage, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), fordert eine Zivildienstverkürzung auf sechs Monate. Engelage reagiert damit auf die Ankündigung von SPÖ-Verteidigungsminister Norbert Darabos im Ö1 Morgenjournal, die SPÖ würde auf die Forderung nach einer Gleichstellung des Zivildienstes mit dem Wehrdienst verzichten. Gleichzeitig verweist Engelage darauf, dass für die Zivildienstverkürzung der ÖVP-Innenminister Günther Platter zuständig ist. Engelage fordert Platter auf, gemeinsam mit Darabos eine Zivildienstverkürzung in die Wege zu leiten.

Auf die jüngste Jubelmeldung der ÖVP, die SPÖ führe "die solide Arbeit der alten Bundesregierung fort", erinnert Engelage daran, dass es die ÖVP war, die den Zivildienern das Essen streichen ließ: "Wenn sich nun der ÖVP-Abgeordnete Wöginger damit brüstet, dass die jüngste Zivildienst-Novelle die finanzielle Situation der Zivildiener verbessert habe, dann verschweigt er ganz bewusst, dass es sein Parteikollege Strasser war, der das Verpflegungsgeld bis zur Unverantwortlichkeit gekürzt hat."

Engelage fordert außerdem eine zweite Verpflegungsgeld-Rückforderungsfrist für ehemalige Zivildiener gekoppelt mit einer Informationskampagne des Innenministeriums, die diesen Namen auch verdient: "Von den rund 40.000 Anspruchberechtigten haben bis zum Fristende im September 2006 nur die Hälfte ihre Ansprüche geltend gemacht - mit Abschlägen von bis zu 35 %. Anstatt Cheerleader wie Wöginger vorzuschicken, sollte sich die ÖVP besser um die Reparatur der Zivildienst-Novelle 2005 kümmern. Denn diese war wiederum nur wegen der von der ÖVP eingeführten massiven Verschlechterungen im Zivildienst notwendig."

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