Schierhuber: Europaparlament präsentiert Kompromiss zur Weinmarktreform

Österreichs Wein hat großes Zukunftspotential

Straßburg, 15. Februar 2007 (ÖVP-PD) "Der globale Wettbewerb wird auch beim Wein immer schärfer, daher brauchen unsere Winzer Unterstützung in der Stärkung und Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Gerade der österreichische Wein hat ja großes Potential und es wird immer bewiesen, dass diese Chancen genutzt werden", so Österreichs Bauernvertreterin im Europäischen Parlament, Agnes Schierhuber. Das Europaparlament beschloss heute mit großer Mehrheit seinen Initiativbericht zur Weinmarktreform:
"Die Wünsche der Wein produzierenden Länder gehen teilweise weit auseinander. Wir präsentieren heute einen guten Kompromiss, die die Existenzfähigkeit des Weinsektors gewährleistet und stärkt", sagte Schierhuber. ****

Der europäische Weinmarkt ist durch komplizierte Gemeinschaftsregeln für Etikettierung, Qualitätszertifizierung und Vermarktung gekennzeichnet. Gleichzeitig treten auf Grund des sinkenden Verbrauchs, eines schärferen Wettbewerbs durch importierte Weine sowie auf Grund konjunkturbedingter Überschüsse massive Probleme auf. "Die vorgeschlagene Reform des Weinsektors
ist die dritte in den letzten zwölf Jahren. Man hat jedoch die spezifischen Herausforderungen des Sektors nur ungenügend berücksichtigt", betonte Schierhuber. Mit den Vorschlägen der Kommission sollten über Programme zur Entwicklung des ländlichen Raums die Übertragung von Mitteln aus dem ersten auf den zweiten Pfeiler der GAP und die Kofinanzierung durch einzelstaatliche
Mittel verändert werden. "Für das Europäische Parlament widerspricht das jeder Logik und gefährdet die Existenzfähigkeit des Sektors. Der heute angenommene Bericht fordert daher, dass alle Mittel im ersten Pfeiler verbleiben."

Auch im Europaparlament lagen zu Beginn der Verhandlungen die Vorstellungen weit auseinander. "Nach fast 600 Änderungsanträgen im Agrarausschuss ist es uns aber gelungen, einen Kompromiss zu finden", freut sich Schierhuber. "Als Österreicherin war mir dabei besonders wichtig, dass auf traditionelle önologische Verfahren Rücksicht genommen wurde. Als Waldviertlerin weiß ich wie notwendig manche Maßnahmen sind um klimatische Nachteile auszugleichen." Nicht vollständig gelöst werden konnte die Frage der Etikettierung von Tafelweinen. "Ohne eine klare Unterscheidung zwischen Tafelweinen und qualitativ höherwertigen Qualitätsweinen wird es aber nicht gehen. Auch der weltweite Schutz geographischer Herkunftsbezeichnungen ist notwendig, denn nur so können Fälschungen und der Missbrauch traditioneller Bezeichnungen in Drittländern bekämpft werden. Das ist vor allem im Sinne des Konsumenten. Die Kommission sollte die Vorschläge des Europaparlaments daher in ihren Legislativvorschlag zur einer neuen Marktordnung für Wein, der voraussichtlich im Juni vorgelegt wird, aufnehmen.", sagte Schierhuber abschließend.

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