Amon: Wer Pensionen um 50 Prozent kürzt hat keinen Vertretungsanspruch

Leutner hat das Pensionsthema selbst mitverhandelt

Wien, 15. Februar 2007 (ÖVP-PK) Als "mehr als unglaubwürdig" bezeichnete heute ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR Werner Amon die Kritik des leitenden ÖGB-Sekretärs Richard Leutner an der geplanten ASVG-Novelle. "Leutner und die sozialistischen Gewerkschafter im ÖGB sollen besser vor ihrer eigenen Türe kehren, denn die Pensionskürzungsmaßnahmen, die der ÖGB bei den ÖGB-Pensionen vornimmt, sind an sozialer Kälte und fehlender Fairness nicht zu überbieten", so Amon weiter. "Denn, dass jene Menschen, die in den ÖGB Vertrauen gesetzt haben, für die Misswirtschaft anderer zahlen müssen, hat mit Fairness und Solidarität aber schon gar nichts zu tun", macht Amon deutlich. ****

Bekanntlich nimmt der ÖGB bei ÖGB-Pensionen Kürzungen um bis zu 50 Prozent vor. Gestern wurden Beispiele bekannt, wonach Gesamtpensionen um bis zu 40 Prozent gekürzt werden (Salzburger Nachrichten vom 14. Februar 2007). "Diese Kürzungswellen, auf die ich bereits im vergangenen August aufmerksam gemacht habe, wurden bewusst bis nach der Nationalratswahl beschwichtigt, verleugnet und vertuscht, nur um den Wahlkampf von SPÖ-Chef Gusenbauer, in dem dieser ständig von Fairness gesprochen hat, nicht zu stören", kritisiert Amon. "Was die sozialistischen Gewerkschafter unter Fairness aber tatsächlich verstehen, ist nun bekannt. Nur in ihrem eigenen Wirkungsbereich werden hier andere Maßstäbe angesetzt", so der ÖAAB-Generalsekretär weiter. "Reden und Handeln sind für einen sozialistischen Gewerkschafter offenbar zwei Paar Schuhe."

Das wirklich tragische ist aber, dass "die sozialistischen Gewerkschafter die Interessen der Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer nicht nur missbraucht und verraten haben, sie haben auch den Ruf des ÖGB schwer beschädigt und ihn durch das ständige Verzögern von notwendigen Reformen an den Rand des Ruins geführt", hält Amon fest.

"Wer bei seinen eigenen Mitarbeitern ohne mit der Wimper zu zucken Pensionskürzungen von bis zu 50 Prozent vornimmt oder zumindest akzeptiert, hat aus meiner Sicht kein Recht, die sinnvollen Pensionssicherungspläne der Regierung zu kritisieren, schon gar nicht, wenn er selbst, wie im Fall von Richard Leutner, für die SPÖ mit am Verhandlungstisch gesessen ist", so Amon abschließend.

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