GPA-DJP: Textildiskonter KiK entlässt Spitzenkandidaten für die Betriebsratswahl

Vorsitzender Katzian fordert umgehende Wiedereinstellung

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - Der Friede beim Textildiskonter KiK hat
leider nicht lange gehalten: Der Spitzenkandidat für die Betriebsratswahl, Andreas Fillei, wurde gestern ohne Angabe von Gründen fristlos entlassen und erhielt in allen KiK-Filialen Hausverbot. Fillei war seit der Ausschreibung der Wahl am 12. 2. 2007 Wahl werbend tätig. ++++

"Dies ist eine ungeheuerliche Vorgangsweise, hier werden die elementaren Grundrechte der Demokratie und der Beschäftigten verletzt! Die GPA-DJP wird eine derartige Vorgangsweise des Unternehmens KiK in den nächsten Tagen sicher nicht unbeantwortet lassen", übt Wolfgang Katzian, Vorsitzender der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP), heftige Kritik an den Ereignissen. "Wir fordern die Geschäftsleitung auf, Andreas Fillei umgehend wieder einzustellen!", verlangt Katzian.

Ebenfalls in Wien wurde in der Vorwoche eine Verkäuferin offensichtlich wegen ihres Beitrittes zur Gewerkschaft entlassen. Die GPA-DJP hat ebenfalls bereits Klage auf Wiedereinstellung erhoben.

Bereits im Herbst 2005 hat es den ersten Versuch gegeben, beim Textildiskonter KiK eine Betriebsratswahl einzuleiten. Der Wahlvorstand ist aber bis zum 12. 2. 2007 nicht tätig geworden und hat den Beschäftigten somit die Möglichkeit verwehrt, auf betrieblicher Ebene ihre Interessen nachhaltig zu vertreten.

Deshalb wurde von der GPA-DJP im Zuge der Kampagne "AnKi(c)K" eine bundesweite Informationsoffensive gestartet, bei der als Besonderheit so genannte "Partnerschaften" ins Leben gerufen wurden, wo erfahrene BetriebsrätInnen aus anderen Branchen die KiK-Beschäftigten über ihre Rechte als Angestellte aufgeklärt haben.

Alle Aktivitäten zur ordnungsgemäßen Abwicklung einer demokratischen Wahl des Betriebsrates beim Textildiskonter KiK werden fortgesetzt. Abschließend kritisiert Wolfgang Katzian auch das Verhalten der Wirtschaftskammer, die bis zum heutigen Tag schweigt. Auch die Schiedsgerichtsstelle ist bislang nicht tätig geworden.

ÖGB, 15. Februar 2007 Nr. 116

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