AKNÖ zu Online-Konto: Hoch riskante Geldanlage

Vermittler verspricht sagenhafte Rendite

Wien (OTS) - Wien (AKNÖ) - Zwei Prozent Rendite pro Tag oder
anders gesagt: Aus 50 Euro werden binnen zwei Jahren 10.172,67 Euro. Damit machen Anbieter im Internet sogenannte Online-Konten schmackhaft. Die Wahrheit sieht in der Regel anders aus: Wollen Konsumenten ihre traumhaften Anlagen-Gewinne abheben, sind nicht nur die 69,90 Euro Kontoeröffnungs-Gebühr längst schon dahin, sondern auch die Webseite abgeschaltet und der Anbieter unauffindbar.

Wer die "Lock-Information" des Anlagen-Vermittlers genau liest, wird sogar auf das Risiko der angewandten Geldanlage-Systeme hingewiesen, allerdings auch auf die hohen Profitmöglichkeiten dieser sogenannten Passiv-Verdienste. Und hier beginnt die Psychologie offensichtlich zu greifen: Nach einmaliger Investition eines beliebigen Betrags braucht man sich nur noch zurücklehnen und warten, bis der Kontostand die gewünschte Höhe erreicht hat, um das Geld abzuheben. "Spätestens dann kommt die Ernüchterung. Entweder wird der Auszahlungswunsch schlicht ignoriert, oder die Homepage einfach abgeschaltet", warnt AKNÖ-Experte Martin Hofecker. Die Personen, die dahinter stecken sind unbekannt, die Bankgarantien sind (gut) gefälscht und nichts wert, das Geld ist weg.

"Grundsätzlich ist das auf Passivverdienste aufgebaute Geldvermehrungssystem legal, jedoch höchst spekulativ und riskant. Deshalb raten wir in jedem Fall davon ab", so Hofecker, der meint, dass bei derart astronomischen Renditen ohnehin gleich die Alarmglocken läuten müssten. Gleiches gilt für den Hinweis, dass sich die Firma in einem exotischen Steuerparadies befindet, was die unglaubliche Geldvermehrung nachvollziehbar erscheinen lassen soll. Ein wichtiger Indikator für betrügerische Absichten ist auch der auf die KonsumentInnen ausgeübte Zeitdruck: "Versucht ein Vermittler etwa einem potentiellen Anleger einzureden, wegen bestmöglicher Rendite jetzt und sofort zu handeln, sollte man gleich die Finger davon lassen. Damit soll nämlich nur verhindert werden, dass sich Neukunden in aller Ruhe und genau informieren, wie es bei einem seriösen Geschäft üblich wäre".

Besteht bei Anlagegeschäften dieser Art der Verdacht, betrogen worden zu sein, bleibt nur noch eine Anzeige bei der Polizei. Die Chancen, die betrügerischen Drahtzieher ausfindig zu machen, sind freilich denkbar gering, weil sie sich zumeist hinter Postkastenfirmen irgendwo im fernen Ausland verstecken.

Infos: AKNÖ-Konsumentenberatung, Martin Hofecker 01 58883-1311

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