Familientragödie in der Steiermark: GROSZ: Auch in der Steiermark hat die Kontrolle versagt

Gesetzliche Meldepflicht umsetzen

Wien 2007-02-15 (OTS) - "Angesichts des neuen unfassbar tragischen Falles in der Steiermark zeigt sich, dass hier auch in der Steiermark die Kontrolle völlig versagt hat. ", so der steirische BZÖ-Chef, Generalsekretär Gerald Grosz. "Wenn eine 30 jährige Mutter mit ihren drei kleinen Kindern jahrelang in völlig verwahrlosten Umständen lebt, diese Zustände den Behörden bekannt waren und dennoch keine Nachbetreuung oder Kontrolle erfolgt ist, dann muss es auch von politischer Seite sofortige Konsequenzen geben. Die Landesräte Vollath und Flecker müssen hier für sofortige und schonungslose Aufklärung sorgen. Hier wurde seitens der steirischen Behörden mit der Zukunft von 3 Kindern auf verantwortungsloseste Weise gespielt", betont Grosz.

Aber nicht nur die Landesregierung sei gefordert, auch der Gesetzgeber müsse endlich reagieren. "Ich fordere die gesetzliche Meldepflicht aller verdächtigen Vorfälle durch alle staatlichen Behörden an die Justiz und eine weiterführende Kontrolle und Betreuung. Es ist höchste Zeit den Lippenbekenntnissen Handlungen folgen zu lassen. Mit einer Meldepflicht können Tragödien wie die in Oberösterreich und jetzt in der Steiermark eventuell verhindert werden", so Grosz.

Bisher gebe es ebenfalls nur die Möglichkeit dass entweder die Eltern oder ein Vormund die rechtliche Vertretung für das Kind übernimmt. Das BZÖ trete ebenfalls dafür ein, im Zuge einer individuellen richterlichen Anordnung hier eine Mischvariante zu ermöglichen, um einen optimalen Schutz des Kindes zu gewährleisten. "Hier muss Justizministerin Berger aktiv werden, um mit einer diesbezüglichen Gesetzesänderung hier Sicherheit zu schaffen", so Grosz abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZO0002