Graf: Wurde in Sachen Flöttl parteiintern bei Justizministerin Gastinger interveniert?

FPÖ-NAbg.: "Der Wahrheitsgehalt der jüngsten Gerüchte wird genau zu prüfen sein, ehe sie unter Umständen Gegenstand kommender Ausschuß-Anhörungen werden."

Wien (OTS) - Im Banken-Ausschuß kündigt sich möglicherweise ein zweiter Knalleffekt binnen weniger Stunden an, so FPÖ-NAbg. Dr. Martin Graf, Vorsitzender des Banken-Untersuchungsausschusses. Einen Tag, nachdem Helmut Elsner, der Ex-BAWAG-Generaldirektor der nach eigener Aussage nicht luxuriös, sondern "angemessen" lebt (in seinem Golfklub beträgt alleine die Einschreibgebühr 48.000 Euro), in Wien eintraf, machen Gerüchte um Justitia die Runde.

So sollen BZÖ-Chef Peter Westenthaler und der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider bei der ehemaligen Justizministerin, ihrer Parteikollegin Karin Gastinger, vorstellig geworden sein, um eine Sonderbehandlung für den im Zuge der BAWAG-Affäre unter mannigfachen Verdacht geratenen Investment-Banker Wolfgang Flöttl zu erwirken.

Martin Graf: "Welchem Zweck diese Intervention gedient hat, entzieht sich vorerst unserer Kenntnis. Es wird kolportiert, daß es um eine 'milde Behandlung' des im BAWAG-Prozeß angeklagten Wolfgang Flöttl bzw. die Aufschiebung seiner Vorladung gegangen ist. Wie weit diese Gerüchte mit der Realität übereinstimmen, wird abzuklären sein."

Erhärtet wird der skizzierte jedenfalls durch einen weiterreichenden Verdacht, der eine Parteienfinanzierung des BZÖ durch Wolfgang Flöttl zum Gegenstand hat. Ein erster Schritt zur Erhellung könnte die Aussage des ehemaligen Gastinger- Pressesprechers Christoph Pöchinger sein, der für heute Abend vor den Ausschuß geladen ist.

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