Gemeinsame Erklärung von Seniorenratspräsident Dr. Andreas Khol und Wirtschaftskammerpräsident Dr. Christoph Leitl zu neuem Berufsbild für Selbstständige im Zukunftsbereich Personenbetreuung

"Wir begrüßen heutigen Beschluss der Bundesregierung zu Eckpunkten von Pflege und Betreuung daheim!"

Wien (OTS) - Dr. Andreas Khol, Präsident des Österreichischen Seniorenrates, und Dr. Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, fordern gemeinsam dazu auf, im Zuge der derzeitigen Neugestaltung von Pflege und Betreuung ein eigenes Berufmodell für Selbstständige zu entwickeln. Abgesehen davon, dass "ein solches Modell gerade für Jüngere durch neue, zukunftsorientierte Berufe gute Jobaussichten bietet", wie Leitl betonte, könnte damit auch ein "zusätzliches Potential an qualifizierten Fachkräften im Bereich der Betreuung geschaffen werden", so Khol. Besonders erfreulich sei, wie beide Präsidenten betonten, dass im heutigen Vorhabensbericht der Bundesregierung zu "Pflege und Betreuung daheim" mit den Eckpunkten einer entsprechenden gesetzlichen Regelung, der Schaffung eines selbstständigen Berufsmodells höchster Stellenwert eingeräumt wird.

Die Zukunft im Bereich Pflege und Betreuung liegt in einer stärkeren Diversifikation der Angebote: Von der Pflege im Heim über die mobilen Dienste bis zur 24h-Pflege und Betreuung zu Hause. "Wir begrüßen beide außerordentlich, dass Arbeitsminister Bartenstein die arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen für die 24h-Pflege und Betreuung ausgearbeitet hat", betonte Leitl. Nach den Wünschen von Leitl und Khol sollen zusätzlich auch Selbstständige die Möglichkeit bekommen, sich in diesem Bereich zu betätigen. Khol: "Dies würde für die Betroffenen Österreicherinnen und Österreicher eine wichtige, zusätzliche Wahlmöglichkeit bei den Angeboten Personenbetreuung bringen, und dabei helfen, die Zukunftssicherheit des Pflegewesens in Österreich zu garantieren."

Wichtigste Punkte im Zusammenhang mit selbständigen Betreuern sind einerseits der Nachweis der entsprechenden Qualifikation durch in-wie ausländische Fachkräfte, sowie eine effektive Qualitätssicherung und Kontrolle. Zudem müsste sichergestellt werden, dass auch bei der Betreuung durch Selbstständige alle Erfordernisse einer Betreuung rund um die Uhr gewährleistet werden, sodass etwa bei Krankheit eines Betreuers eine andere Person die Tätigkeit nahtlos fortsetzen kann. Dies könnte etwa mittels eines "Pools" an entsprechenden Fachkräften umgesetzt werden.

Sowohl seitens der Wirtschaftskammer, wie auch des Seniorenrates liegen entsprechende Konzepte vor. Es sei nunmehr die primäre Aufgabe von Sozialminister Buchinger, die entsprechenden Konzepte vorzulegen:

"Buchinger kann auf jeden Fall mit unserer tatkräftigen Hilfe bei diesem Vorhaben rechnen. Wir sichern die Qualität, wir sichern die Legalität. Und zwar nicht zu mehr Kosten als heute die Leute für illegal Beschäftigte zahlen", betonte Leitl. Khol fügte hinzu: "Am wichtigsten ist es nun, schnell diese Konzepte umzusetzen. Die betroffenen Österreicherinnen und Österreicher erwarten sich zu Recht ein schnelles Handeln seitens der Politik."

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