• 14.02.2007, 14:43:37
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Gemeinsame Erklärung von Seniorenratspräsident Dr. Andreas Khol und Wirtschaftskammerpräsident Dr. Christoph Leitl zu neuem Berufsbild für Selbstständige im Zukunftsbereich Personenbetreuung

"Wir begrüßen heutigen Beschluss der Bundesregierung zu Eckpunkten von Pflege und Betreuung daheim!"

Wien (OTS) - Dr. Andreas Khol, Präsident des Österreichischen
Seniorenrates, und Dr. Christoph Leitl, Präsident der
Wirtschaftskammer Österreich, fordern gemeinsam dazu auf, im Zuge der
derzeitigen Neugestaltung von Pflege und Betreuung ein eigenes
Berufmodell für Selbstständige zu entwickeln. Abgesehen davon, dass
"ein solches Modell gerade für Jüngere durch neue,
zukunftsorientierte Berufe gute Jobaussichten bietet", wie Leitl
betonte, könnte damit auch ein "zusätzliches Potential an
qualifizierten Fachkräften im Bereich der Betreuung geschaffen
werden", so Khol. Besonders erfreulich sei, wie beide Präsidenten
betonten, dass im heutigen Vorhabensbericht der Bundesregierung zu
"Pflege und Betreuung daheim" mit den Eckpunkten einer entsprechenden
gesetzlichen Regelung, der Schaffung eines selbstständigen
Berufsmodells höchster Stellenwert eingeräumt wird.

Die Zukunft im Bereich Pflege und Betreuung liegt in einer
stärkeren Diversifikation der Angebote: Von der Pflege im Heim über
die mobilen Dienste bis zur 24h-Pflege und Betreuung zu Hause. "Wir
begrüßen beide außerordentlich, dass Arbeitsminister Bartenstein die
arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen für die 24h-Pflege und Betreuung
ausgearbeitet hat", betonte Leitl. Nach den Wünschen von Leitl und
Khol sollen zusätzlich auch Selbstständige die Möglichkeit bekommen,
sich in diesem Bereich zu betätigen. Khol: "Dies würde für die
Betroffenen Österreicherinnen und Österreicher eine wichtige,
zusätzliche Wahlmöglichkeit bei den Angeboten Personenbetreuung
bringen, und dabei helfen, die Zukunftssicherheit des Pflegewesens in
Österreich zu garantieren."

Wichtigste Punkte im Zusammenhang mit selbständigen Betreuern sind
einerseits der Nachweis der entsprechenden Qualifikation durch in-
wie ausländische Fachkräfte, sowie eine effektive Qualitätssicherung
und Kontrolle. Zudem müsste sichergestellt werden, dass auch bei der
Betreuung durch Selbstständige alle Erfordernisse einer Betreuung
rund um die Uhr gewährleistet werden, sodass etwa bei Krankheit eines
Betreuers eine andere Person die Tätigkeit nahtlos fortsetzen kann.
Dies könnte etwa mittels eines "Pools" an entsprechenden Fachkräften
umgesetzt werden.

Sowohl seitens der Wirtschaftskammer, wie auch des Seniorenrates
liegen entsprechende Konzepte vor. Es sei nunmehr die primäre Aufgabe
von Sozialminister Buchinger, die entsprechenden Konzepte vorzulegen:

"Buchinger kann auf jeden Fall mit unserer tatkräftigen Hilfe bei
diesem Vorhaben rechnen. Wir sichern die Qualität, wir sichern die
Legalität. Und zwar nicht zu mehr Kosten als heute die Leute für
illegal Beschäftigte zahlen", betonte Leitl. Khol fügte hinzu: "Am
wichtigsten ist es nun, schnell diese Konzepte umzusetzen. Die
betroffenen Österreicherinnen und Österreicher erwarten sich zu Recht
ein schnelles Handeln seitens der Politik."

Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund
Mag. Martin Amor
Tel.: 01/40126-157
Mobil: 0699/10444731

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