Wie groß ist ihr Arbeitsplatz Frau Minister?

Österreichs Schülerinnen und Schüler der BMHS fühlen sich wie Sardinen in der Dose - wir fragen uns wie groß wohl der Arbeitsplatz von Ministerin Schmied ist!

Wien (OTS) - Die Absage an die BMHS, die Klassenschülerhöchstzahl nicht auf 25 abzusenken, ist für viele Schülerinnen und Schüler Österreichs ein Schlag in das Gesicht. Die Österreichische Schülerunion hat bereits erste Protestaktionen eingeleitet. Heute Mittag zeigten vor dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Schülervertreterinnen und Schülervertreter ihren Unmut!

Die gestrige Ankündigung der Bundesministerin Schmied im Rundschreiben BMBWK-637/0016-III/2007 stieß vielen Schülerinnen und Schülern sauer auf. Nach bereits 33 Tagen im Amt kapitulierte die neue Ministerin vor den Missständen im Österreichischen Bildungssystem.

"Die heutige Aktion vor dem Bildungsministerium soll verdeutlichen, wie viele Schülerinnen und Schüler Österreichs tagtäglich in einer überfüllten Klasse unterrichtet werden. Individuelle Förderung einzelner Schülerinnen und Schüler oder gar ein angenehmes Klassenklima sind utopische Wunschzustände in vielen BMHS. In manchen ersten Klassen der BMHS fangen bis zu 36 Schülerinnen und Schüler an, damit sie im zweiten Jahr wieder mit einer anderen Klasse zusammengelegt werden können, in der es auf Grund der Größe der Klasse wieder nicht möglich ist individuelle Förderung zu leben, wie es in einem modernen Bildungssystem auf der Tagesordnung stehen sollte - ganz abgesehen von der zerstörten Klassengemeinschaft beim Übergang von der neunten auf die zehnte Schulstufe", so Markus Krempl Bundesobmann der Österreichischen Schülerunion.

Auch Matthias Hansy, Österreichischer Bundesschulsprecher zeigt sich verärgert:

"Die Dropout-Quote beim Übergang auf die 10. Schulstufe ist enorm. Viele Schülerinnen und Schüler wollen großteils keine Polytechnische Schule besuchen, sondern ihre Schulpflicht in einer BMHS absitzen. In beiden Schultypen ist eine Steigerung der Schulqualität unumgänglich, um dieser jahrelangen Tendenz entgegen zu wirken. Wenn sich die Ministerin Schmied schon nicht an die Vereinbarung im Regierungsabkommen rund um die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl hält, dann sieht es schlecht aus bei der Einführung eines Bildungsmonitorings (sh. Regierungsabkommen), welches eben hier bei der Unterrichtsqualität ansetzen soll. Ein Angelpunkt dieses Monitorings wäre die Einführung eines verpflichtenden Lehrerfeedbacks an allen Österreichischen Schulen, welches in Kürze eine enorme Qualitätssteigerung hervorrufen würde".

"Immer und immer wieder behaupten, dass das Österreichische Bildungssystem in Trümmern liegt, und wenn man einmal die Möglichkeit hat etwas zu verändern, sofort den Schwanz einziehen. Wenn das die neue Österreichische Bildungspolitik sein soll, dann können wir uns Schülerinnen und Schüler warm anziehen und uns weiterhin in unseren Sardinendosen - auch genannt Klassen - gegenseitig wärmen", schließt Krempl.

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