Kößl: Polizisten-Selbstmorde keine Plattform für politische Berichterstattung

Innenministerium unterstützt die Hinterbliebenen finanziell und versucht, Wunden zu schließen

Wien, 14. Februar 2007 (ÖVP-PK) "Die aktuellen Selbstmordfälle bei der Polizei dürfen keine Plattform für politische Berichterstattung sein", sagte der ÖVP-Sicherheitssprecher Günter Kößl zu heutigen Aussagen von Rudolf Parnigoni und von Polizeigewerkschafter. Jedes Breittreten in den Medien schmerzt die Familie zutiefst und reißt immer wieder große Wunden auf. "Es ist daher unanständig, dieses sensible Thema politisch verkaufen zu wollen", so Kößl. Denn die Ursachen für einen Selbstmord sind in der Regel multikausal, das heißt es handelt sich um ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. "Das Innenministerium hingegen reagiert frühzeitig, in aller Stille und professionell, unterstützt die Hinterbliebenen auch finanziell und versucht, Wunden zu schließen." ****

Der ÖVP-Sicherheitssprecher verwies dabei auf das sogenannte "Aittex-Modell", das bereits im Jahr 2005 entwickelt wurde und kurz vor der Einführung steht. Diese "internationale Vorzeigeprojekt" besteht aus einem "Peer-System" (internes Betreuungssystem), das Problemstellungen bei Kolleg/innen - sei es dienstlicher oder auch privater Natur - erkennt und dann bei Bedarf frühzeitig entsprechende Gesprächs- und Therapiemaßnahmen einleitet.

Darüber hinaus hat das Innenministerium schon Anfang Jänner auf "aktuelle" Selbstmorde bei der Polizei reagiert, und die Sicherheitsakademie (SIAK) mit einer Studie beauftragt, um Ursachen und Zusammenhänge zu ergründen, betonte Kößl. Weiters wurde der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit beauftragt, dass jeder einzelne Fall durch den psychologischen Dienst evaluiert
wird. "Das Innenministerium nimmt also dieses Thema sehr ernst,
ohne es medial breitzutreten", so Kößl abschließend.

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