IV-GS Beyrer: Das Industrieland Österreich braucht die besten Köpfe

Fachkräftemangel behindert Wachstum der Industrie - Laufen auf wirklichen Engpass zu - gemeinsam an einem Strang ziehen

Wien (OTS) - (PdI) Als "dramatisch" bezeichnete der
Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer heute, Mittwoch, die derzeitige Situation für die heimische Wirtschaft im Bereich der Fachkräfte. "Der Faktor Mensch ist der wichtigste Rohstoff, über den wir verfügen. Intellektuelles Kapital wird immer mehr zu einem zentralen Standortfaktor. Das Industrieland Österreich braucht daher die besten Köpfe. Dafür brauchen wir aber die entsprechenden Rahmenbedingungen", so Beyrer. "Schon heute behindern der herrschende Fachkräftemangel, eine zu geringe Zahl an Graduierten und eine rigide Migrationspolitik die Industrie beim Wachsen", sagte der IV-Generalsekretär. Man müsse daher "an mehreren Schrauben drehen", um beim Fachkräftemangel wirksam und nachhaltig gegensteuern zu können. Der IV-Generalsekretär bestätigte damit auch Aussagen von WKÖ-Präsident Leitl und zeigte sich erfreut, dass die WKÖ Flexibilität bei der Öffnung des Arbeitsmarktes für Fachkräfte aus den neuen EU-Mitgliedstaaten erkennen ließ.

"Wir laufen mit hohem Tempo auf einen wirklichen Engpass zu", so Beyrer weiter. In zahlreichen Regionen Österreichs würden Betriebe bereits keine geeigneten Fachkräfte mehr finden. Nach einer Umfrage der IV Oberösterreich sucht die Industrie allein in diesem Bundesland 670 Facharbeiterinnen und Facharbeiter. In den kommenden 12 Monaten würden an die 1.500 Facharbeiter - vom Schlosser bis zum Papiertechniker - in Oberösterreich eingestellt werden, wenn sie zur Verfügung stünden. Ähnlich stellt sich die Situation in Teilen von Salzburg und Tirol dar. Da in einer zunehmend globalisierten Welt ein internationaler Wettbewerb um die besten Fach- und Schlüsselkräfte stattfinde "müssen wir hier offener werden und Menschen ins Land bringen, die durch ihre Arbeit zum Wirtschaftswachstum beitragen und damit anderen Beschäftigungschancen eröffnen", betonte Beyrer. Alles andere sei "kurzsichtig". Die IV habe daher auch eine Focus Group unter der Leitung von Philips-Vorstand Markus Posch eingesetzt, die in den nächsten Monaten ein strategisches Konzept zur Sicherung des Nachwuchses speziell in Naturwissenschaft und Technik (NT) erarbeiten wird.

Österreich brauche mittel- und langfristig freilich einen migrationspolitischen Paradigmenwechsel. "Wir müssen uns zur qualifizierten Zuwanderung und zu einem transparenten System bekennen, das ermöglicht jene Zuwanderer auszusuchen, die wir in Österreich aus wirtschaftlichen Gründen brauchen", betonte Beyrer. Wichtige Kriterien für Einwanderungswillige sollen Ausbildung, entsprechende Berufserfahrung und Sprachkenntnisse aber auch Anpassungswilligkeit sein. Parallel dazu soll auch die Integrationspolitik forciert und Initiativen zur Bewusstseinsbildung der Bevölkerung durchgeführt werden, fordert die IV.

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