AKNÖ: Ohne Druck der Eltern hätte es keine neuen Oberstufengymnasien gegeben

Wien (AKNÖ) - Nur dem jahrelangen Druck der Eltern und den Initiativen der betroffenen Städte und Gemeinden ist es zu verdanken, dass es endlich 3 zusätzliche Oberstufenrealgymnasien in Niederöstereich gibt, stellte die Niederösterreichische Arbeiterkammer heute fest. Präsident Josef Staudinger: "Die drei neuen Schulen sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Eine neue Bildungsoffensive ist notwendig, um die Zukunftschancen der nächsten Generation zu sichern."

Die neuen AHS-Oberstufenstandorte sind nicht der Weisheit letzter Schluss, die AKNÖ erneuert ihre Forderung nach einem raschen Ausbau der berufsbildenden höheren Schulen in Niederösterreich. AKNÖ-Bildungsexperte Günter Kastner: "Viele Ternitzer SchülerInnen mussten bisher in Nachbarbezirke ausweichen und mussten sich bei mehreren Schulen anmelden, um irgendwo unterzukommen. Von Wahlfreiheit konnte daher keine Rede sein." Ähnlich die Situation im Bezirk Gänserndorf: Hunderte Schulkinder müssen nach wie vor in Wiener AHS oder Wiener Privatschulen ausweichen, weil sie im Heimatbezirk abgewiesen wurden. Günter Kastner: "Eine einzige berufsbildende höhere Schule für 7.000 Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren ist als Bildungsangebot unzureichend." Sowohl im Weinviertel als auch im Waldviertel müssen nach Ansicht der AKNÖ dringend zusätzliche berufsbildende höhere Schulen errichtet werden. "Das Land Niederösterreich verliert jährlich tausende bildungshungrige junge Menschen an andere Bundesländer und diese kommen nach der Matura oft nicht mehr in ihre Heimatgemeinden zurück", so AKNÖ-Präsident Staudinger. Diese Bildungsmigration kann sich das Land auf Dauer nicht leisten.

Bedarfsorientierte Analyse zur besseren Vorausplanung neuer Schulstandorte

Selbst die zusätzlichen Schulplätze sind bereits ausgebucht, geht aus den derzeit laufenden Anmeldungen für die höheren Schulen hervor. Deshalb ist es nach Meinung der AKNÖ notwendig, den Bildungsbedarf für die nächsten Jahre gründlich zu analysieren. Experte Kastner: "Es sollen sowohl die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes nach AbsolventInnen als auch die Ausbildungswünsche der Jugendlichen sowie verkehrs- und regionalpolitische Umstände berücksichtigt werden." Besonderes Augenmerk ist auf eine sinnvolle Verteilung der Ausbildungsplätze zwischen den verschiedenen mittleren und höheren Schultypen zu legen.

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