Grüne Wien/Korun: Mehr Kindergartenplätze für frühen Erwerb von Deutschkenntnissen

Korun: "Stadt Wien braucht klare Zielsetzungen und Handlungskonzept"

Wien (OTS) - "Für den frühen Erwerb von Deutschsprachkenntnissen ist es notwendig, dass in Wien endlich genügend Kindergartenplätze geschaffen werden", sagt die Integrationssprecherin der Grünen Wien, Alev Korun, anlässlich der Antrittspressekonferenz von Integrationsstadträtin Frauenberger. "Denn wer keinen Kindergartenplatz bekommt und kaum Deutsch spricht, wird derzeit mit anderen Kindern mit schlechten Deutschkenntnissen in "Migrantengruppen" gesteckt. Das fördert keine Integration, sondern bedeutet Segregation von Anfang an", so Korun.

Was Frauenberger für - einheimische - Frauen will, kann sie Eingewanderten nicht verweigern: Vereinbarung von Beruf und Privatleben und Förderung der Eigenständigkeit von Frauen. Entgegen der Ankündigung ihrer Vorgängerin Wehsely und Barbara Prammer drei Tage vor der Nationalratswahl, ein eigenständiges Aufenthaltsrecht und Arbeitsmarktzugang für Migrantinnen zu schaffen, sind diese noch immer von ihren Ehemännern abhängig. "Wir fordern die SPÖ auf, die eigenen Forderungen endlich ernst zu nehmen und die Eigenständigkeit auch von eingewanderten Frauen zu fördern", so Korun.

"Was die Verbesserung der Arbeitsmarktsituation von MigrantInnen betrifft, warten wir noch immer auf die Umsetzung des grün-roten Projekts einer Niederlassungsbegleitung in Wien", so Korun. Mit diesem soll die Erhebung der Qualifikationen von MigrantInnen, Hilfe bei Nostrifikationsverfahren dieser Qualifikationen und Arbeitsmarktbegleitung umgesetzt werden.

Seit zehn Jahren hat Wien ein Integrationsressort, seit zwei Jahren eine eigene Magistrats-abteilung für Integration. "Es wird endgültig Zeit für einen klar strukturierten Wiener Masterplan für Integration, den es bis heute nicht gibt", fordert Korun. Um den Bedarf an konkreten Maßnahmen präziser feststellen zu können, fordern die Grünen die Etablierung eines Monitoring-Systems zur Entwicklung der Lage der ImmigrantInnen in Wien. Die Daten dazu sollen einerseits aus der Volkszählung gewonnen, andererseits die Studien "Leben in Wien" zu Arbeits- und Lebensbedingungen von WienerInnen aktualisiert und ausgewertet werden.

Gerade von der Gewerkschafterin Frauenberger erwarten sich die Grünen konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsmarktinte- gration von MigrantInnen. Grüne Vorschläge zur Etablierung einer Niederlassungsbegleitung für NeuzuwanderInnen warten auf Umsetzung, erinnert Korun. Damit sollen mitgebrachte berufliche Kompetenzen der ImmigrantInnen von Anfang an registriert, ihnen bei der Nostrifikation von Abschlüssen geholfen und ihr Integrationsprozess begleitet werden.

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