Plassnik: "Die internationale Gemeinschaft steht voll hinter dem Libanon"

Außenministerin zum zweiten Jahrestag der Ermordung von Rafik Hariri

Wien (OTS) - Wien,14. Februar 2007 - "Die blutigen Anschläge auf zwei Pendlerbusse gestern im Libanon haben schmerzhaft in Erinnerung gerufen, dass der Prozess des gesellschaftlichen und politischen Wiederaufbaus im Libanon noch massiver weiterer Anstrengungen bedarf. Diese feigen Anschläge sind auf das Schärfste zu verurteilen. Gerade der Jahrestag des tödlichen Anschlags auf Rafik Hariri ist Anlass und Auftrag, sich der Gewalt im Libanon klar entgegenzustellen und alles zu unternehmen, um eine Eskalation der Lage zu verhindern", sagte Außenministerin Ursula Plassnik heute, am zweiten Jahrestag des Attentats auf den ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten.

"Nur durch Dialog und Achtung der demokratisch legitimierten Institutionen des Landes kann eine nachhaltige Lösung der gegenwärtigen schwierigen politischen Situation gefunden werden. Alle maßgebenden politischen Kräfte im Libanon sowie die Nachbarn und Staaten der Region sind aufgerufen, die friedliche demokratische Entwicklung im Interesse der Menschen in Libanon zu unterstützen", betonte die Außenministerin.

Plassnik erinnerte daran, dass die EU-Außenminister am Montag erneut ihre uneingeschränkte Unterstützung für einen souveränen und geeinten Libanon zum Ausdruck gebracht haben. "Die internationale Gemeinschaft steht voll hinter dem Libanon. Wir werden die Regierung von Ministerpräsident Fouad Siniora bei ihren Bemühungen um Stabilität und Wiederaufbau auch weiterhin verlässlich unterstützen", hob die Außenministerin hervor. Plassnik wies in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass Österreich bei der jüngsten internationalen Libanon-Konferenz in Paris Hilfeleistungen in der Höhe von 1 Millionen Euro zur konkreten Unterstützung des Reformprozesses zugesagt hat.

"Die Rückkehr zu Stabilität und Sicherheit im Libanon ist ein wichtiger Baustein in der Lösung der Konflikte im Nahen Osten. Die umfassenden Aufklärung der Hintergründe der Ermordung von Ministerpräsident Hariri und die konsequente Umsetzung der relevanten Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats sind dabei unerlässliche Voraussetzungen für die friedliche Zukunft des Landes", so Plassnik abschließend.

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